Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Preiswende möglich

Die Themen sind immer noch identisch. Aber sie wechseln ihr Vorzeichen hinsichtlich des Einflusses auf den Ölpreis.

Die Bemühungen der US-Regierung um einen Krieg gegen den Irak trieben die Preise in den letzten Wochen in die Höhe. Nun sieht es danach aus, als liefen diese Bemühungen ins Leere. Dadurch wird den Ölpreisen der Boden entzogen.

Die OPEC diskutiert eine Erhöhung der Liefermengen. In diese Diskussion hinein platzen neue Konjunkturdaten der USA. Sie sehen sehr schlecht aus. Das nährt den Verdacht, dass die Nachfrage nach Ölprodukten gering bleiben wird. Eine Erhöhung des Ausstoßes sollte vor diesem Hintergrund preisdrückend wirken.

Die aktuelle Überproduktion der OPEC im Bezug auf die selbst gesetzten Quoten wird von Analysten in jüngsten Schätzungen mit 9,9% angegeben. Damit wäre ein weiterer Anstieg gegenüber den Vormonaten festzustellen. Der OPEC-Präsident gibt diese Überproduktion mit ?nur? 8,3% an. Wie dem auch sei, in der aktuellen Lage müssen diese Zahlen auf die Preise drücken.

Die Börsen gingen gestern heftig in die Knie. Sie tragen natürlich auch mit zur Stimmung an den Ölmärkten bei. Auf Grund der neuen Intention der alten Themen und vor dem Hintergrund einer schlechten Börsenstimmung ist es nun durchaus möglich, dass die Preisbewegung eine Wende hinlegt.

Heute Morgen geht die Erosion des Gasölpreises weiter. In Rotterdam kostet die Tonne zur Stunde 224,75$. Das ist eine Differenz von ?8$ zu gestern Morgen.

Unser Heizölpreis verlor seit gestern Früh ebenfalls deutlich. Er fällt klar unter das 0,35 EUR Niveau. Noch könnte die Bewegung als volatile Erscheinung um das genannte Niveau angesehen werden. Es gibt aber durchaus berechtigten Grund zur Hoffung, dass es sich um den Beginn einer Abwärtsbewegung handeln könnte.

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