Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Problem wieder da

Bereits im Vorfeld wurden die erwarteten Zahlen über die US-Ölvorräte zur wichtigen Nachricht. Denn den Märkten ging der Stoff aus, aus dem sie Preise machen. Nachdem die Daten gestern veröffentlicht waren, wurde einmal mehr deutlich, dass die Ölversorgung weiterhin mit Problemen zu leben hat. Die bringen ein latentes Aufwärtspotential für die Preise mit sich.

Die Zahlen über den Rückgang der Ölvorräte sprechen eine deutliche Sprache. Das API (American Petroleum Institute) meldete ein Minus von 9 Mio. Barrel zur Vorwoche für Rohöl. Demgegenüber erscheint der vom DOE (Department of Energy) erhobene Wert von ?4,1 Mio. Barrel geradezu moderat. Doch auch diese Zahl birgt Sprengstoff für die Preise. Bei den Raffinerieprodukten sieht die Lage etwas besser aus. Heizöl und Diesel werden von beiden Institutionen nur knapp im Minus gesehen. Für Benzin werden ?1,6 bzw. ?0,9 Mio. Barrel Bestandsveränderung angegeben. Die Raffinerien liefen in der letzten Woche schlecht. Dieser Umstand wirft ein zusätzliches negatives Licht auf den gewaltigen Rohölrückgang. Der Nachschub blieb offensichtlich aus.

Durch die Vorratszahlen sensibilisiert fanden im Tagesverlauf erneut negative Nachrichten aus dem Irak offene Ohren. Die USA reduzieren ihre Ziele für die Ölproduktion des Landes. Die Förderung für den Monat Juli soll 1,5 Mio. Barrel betragen. Dieser Wert war einmal die Zielmarke für den Juni. Die Attacken auf Ölanlagen aus der eigenen Bevölkerung machen den Wiederaufbau schwerer als erwartet.

Nachdem die Preise zunächst fast unbewegt vor sich hindümpelten, reagierten sie auf die Nachrichten deftig. Rohöl legte deutlich über einen Dollar zu. Und wie kaum anders zu erwarten war, wurden Heizöl, Diesel und Benzin mit in die Höhe gezogen.

In den Preischarts ist damit genau das geschehen, was wir gestern als Möglichkeit erwähnten. Der sich anbahnende Abwärtsweg der Preise wurde in Minuten zugeschüttet. Am Ende des Handelstages stand und steht die große Wahrscheinlich, dass es in der nächsten Zeit aufwärts gehen wird.

Der Dollarkurs brachte ein wenig Entlastung ins Spiel, nachdem die Zinssenkung in den USA unter den Erwartungen blieb. Dieser Umstand ändern allerdings nichts am recht stabilen Aufwärtstrend der Währung, der sich vermutlich fortsetzen wird.

Heute Morgen bestätigt der Gasölpreis die Kursgewinne von gestern. Die Tonne kostet derzeit 234$. Das liegt am oberen Rand der Handelsspanne vom Vortag.

Unsere Heizölpreise ergaben sich schnell dem Auftrieb. Sie stiegen und sie werden vermutlich weiter steigen. Es ist zwar zu erwarten, dass die kräftigen Kursgewinne am Weltmarkt etwas an Wert abgeben werden. Doch der Dollar wird seinen Teil dazu beitragen, dass wir davon nichts merken. Nach wie vor raten wir dazu, sich jetzt mit Heizöl einzudecken. Die Gefahr steigender Preise auf mittlere Sicht ist sehr groß.

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