Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Prognosen fallen mit den Heizölpreisen

Internationaler Markt

Gestern verharrten die Ölnotierungen ein wenig. Genauer gesagt, sie fielen, um wieder zu steigen. Einzelne Konjunkturdaten wurden als Anlass für die Spekulation in die eine wie in die andere Richtung genommen. Am Ende des Tages stand mal wieder ein leichtes Plus vor der Bewegung. Allerdings wird dieses Plus gleich heute Morgen wieder einkassiert. Weitere Großbanken haben ihre Prognosen für den Durchschnittspreis 2015 gesenkt. Unter anderem hat die Deutsche Bank den Ölpreis für das Jahr 2015 im Dezember noch bei über 70 Dollar vermutet, um nun die Marke auf unter 60 Dollar pro Barrel zu senken. Das zeigt die Überraschung der Finanzwelt über den Preisverfall. Hatten die Großbanken noch vor kurzer Zeit ihre fantastischen Gewinne mit den Spekulationen auf Rohstoffe, Nahrung und andere lebenswichtige Güter erzielt, so beweisen sie jetzt, dass es tatsächlich nur Computermodelle sind, die über Investitionen entscheiden und kein Wissen dahinter steckt. Die Abkehr vom Öl als Spekulationsobjekt ist Ursache und Wirkung zu gleich. Im Hintergrund wird ein Machtkampf und Preiskampf ausgetragen. Die Parteien sind die USA, Russland, der Iran, Saudi Arabien und die Mitglieder der OPEC.

Der Euro fällt leider mit dem Ölpreis, aber glücklicherweise nicht so stark. Auch hier gehen den Teilnehmern langsam die Erklärungen aus. Am stärksten dürften nach wie vor die jeweils nur angekündigten Paradigmenwechsel der Fed und der EZB wiegen. Zudem gibt es in der Regel Fluchtbewegungen aus dem Öl in den Dollar.

Heute Morgen ist zu gestern Morgen nahezu unverändert. Die Tonne Gasöl kostet zur Stunde 457,00 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 45,44 Dollar und in London zu 45,54 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,8479 Euro . Damit kostet der Euro 1,1792 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise fallen weiter, allerdings regional unterschiedlich. Sie bleiben im Abwärtstrend. Dieser kennt scheinbar kein Ende. Der Ölhandel ist mittlerweile gut beschäftigt.

Im Binnenmarkt halten sich die Käufer noch zurück. Der Handel ist dennoch gefordert. Er kommt mit der Lage aber recht gut zurecht. Bitte achten Sie auf die zum Teil verlängerten Lieferzeiten.

Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht nur auf einem mittleren Wert. Bei insgesamt sehr belebtem Handel sind die Spekulanten auf Verbraucherseite die größere Anzahl. Der Glaube an günstigeres Heizöl ist immer noch sehr hoch, wie auch die Lesereinschätzung zeigt.

Das mathematische Tiefpreis-System gibt wieder Kaufsignale in allen deutschen Regionen. Damit liegt eine Entscheidungshilfe vor. In der kalten Jahreszeit kommen Kunden hinzu, die keine ausgewiesenen Preisbeobachter und Schnäppchenjäger sind. Sie treffen auf einen bemerkenswert günstigen Moment mit wunderbaren Preisen.

Die Preistrends weisen in allen Bereichen abwärts. In dieser Situation ist die eben noch beschriebene Spekulation auf noch mehr Abgang verständlich. Nach Lage der Dinge sollte das im weiteren Verlauf des Winters auch möglich sein. Es ist aber Respekt vor dem Wahnsinn der Börsen geboten. Der tiefe Fall der Ölpreise kann bisweilen zu starken Gegenreaktionen führen. Dennoch sind die Verbraucher zurzeit die Gewinner.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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