Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Psychologie statt Fakten

Rita ist relativ glimpflich abgezogen. Nach einem ersten Aufatmen mit sinkenden Preisen putschten bullische Kräfte und trieben die Preise wieder in die Höhe. Fakten haben sie nicht zu bieten. Ausfallzahlen machen die Runde, die die Sturmschäden groß reden sollen. Und der nahende Winter wird gehandelt, als sei er ein Ereignis wie ein Hurrikan. Die gute Vorratslage wird ausgeblendet. Der Markt lässt sich von Angst regieren. Bush versucht mit den Reserven gegenzuhalten. Der Dollar hatte gestern wenig Anteil an der Preisbildung für Heizöl.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Versorgungsängste vor dem Winter
Produktionsausfall durch Abschaltungen von Ölanlagen
Iran droht mit dem Ölhahn
Raffineriekapazitäten knapp
Institute prognostizieren Teuerung

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rita war weniger zerstörerisch als erwartet
Freigabe der strategischen Reserven
OPEC zu Liefererhöhung bereit
Russland steigert Förderung
Voraussetzung für mehr Sparsamkeit günstig
Nachfrageprognosen nach unten revidiert

Unsere Heizölpreise wurden erneut in die Höhe gezwungen. Es ist zu früh, um die Hoffnung auf eine spürbare Gegenreaktion zu den hohen Preisen endgültig zu begraben. Gut sind die Umstände allerdings nicht mehr. Die Charts zeichnen ein schlechtes Bild. Sollte der Aufwärtstrend jetzt wieder Fahrt aufnehmen, ist erst nach Winterbeginn mit der nächsten Abwärtswelle zu rechnen.

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