Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Psychologische Auflösung

Es ist die Diagnose eines italienischen Politikers (Italiens Ministerpräsident Monti), der es versäumt hat, rechtzeitig das Richtige zu tun. Wenn er behauptet, dass der Markt für europäische Anleihen erheblich gestört ist, ist das zwar richtig, aber eben auch Folge falscher politischer Entscheidungen. Europa ist nicht der Euro und der Euro ist nicht Europa. Deswegen ist es auch nicht so, dass Europa zu Grunde geht, wenn der Euro leidet. Allerdings kann ein langes Leiden zu einer Wesensveränderung bei den europäischen Ländern führen. So wie eine italienische Zeitung das „Vierte Reich“ herannahen sieht, muss man dem gesamten Führungspersonal der CSU ein peinliches Schauspiel vorwerfen, an dem man erkennt, was sie über die bayrische Bevölkerung denkt. Sie halten sie schlichtweg für ewig gestrige Dummköpfe. Die Meinungsmache auf allen Seiten quält die Bevölkerungen der einzelnen europäischen Länder durch die Staatsschuldenkrise, die immer noch eine Bankenkrise ist und damit verbunden eine Systemkrise. Anstatt platte Ressentiments aufzuwärmen, sollten unsere Politiker die Regelungen entwerfen und verabschieden, die die Probleme lösen, damit das Wirtschaftssystem wieder dem Menschen dient und nicht der Mensch dem Wirtschaftssystem. Was aber zu erkennen ist, ist neben der psychologischen Auflösung in Europa die intellektuelle Auflösung in der deutschen Politik. Die Ölmärkte zogen erneut an. Auslöser waren positive Konjunkturdaten aus den USA. Die muntere Auswechselbarkeit der Richtung zeigt sehr schön die Folgen eines mit Geld gefluteten Finanzmarktes. Auch der Euro profitiert von den Entwicklungen innerhalb der Eurozone. Der Ausblick auf frisches Geld, ob mit Auflagen für die „Nehmerländer“ oder ohne Auflagen, lässt die Risikobereitschaft an den Devisenmärkten steigen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Zu viele Ölkäufer in Europa
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
OPEC-Produktion sinkt
Höhere Ölnachfrage im dritten Quartal erwartet
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Keine Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken
Iran findet Wege, den Boykott zu lockern
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise steigen wieder leicht. Die Auf- und Abwärtsfahrten an den Rohstoff-, Aktien- und Devisenmärkten zeigen nicht unbedingt die Nervosität der Märkte, sondern vielmehr die Not das viele Geld, das im System steckt, auch gewinnbringend einzusetzen. Dies wird noch eine ganze Weile so weitergehen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über den ESM könnte neuen Schwung in die Sache bringen. Wir halten dies aber für wenig wahrscheinlich. Auch wenn der Finanzmarkt eine Menge Geld bindet, gibt es doch sehr direkte Schnittstellen zur Realwirtschaft, die inflationäre Züge in sich tragen. Energie, egal welche, wird wahrscheinlich dazu gehören. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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