Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Putsch gegen Marktwirtschaft

Die Politik übernimmt den Markt. Wahrung von Verbraucherinteressen ist nicht das Motiv. Es geht um die Bewahrung eines Systems. In der Hierarchie dieses Systems stehen Banken ganz oben. Der allgemeine Wohlstand liegt unten. Dem Putsch geht keine Verschwörung voraus. In den Putsch hat sich die Politik aus Unachtsamkeit durch selbst aufgebaute Sachzwänge hineindrängen lassen. Gestern waren Notenbanken unter Führung der EZB die handelnden Organe der Politik. Sie versorgten „notleidende“ Banken mit zusätzlichem Geld. Diese Maßnahme brachte die natürlichen Marktprozesse abermals durcheinander. Börsenentwicklungen, die schlechte Konjunkturzahlen und miserable Prognosen mit fallenden Notierungen begleiteten, wurden umgedreht. Der Ölpreis machte einen ordentlichen Sprung nach oben. Der Dollar gab deutlich nach. Markt und Börsen folgen nicht mehr dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage. Sie folgen der Politik. Anstatt die Manipulation der „Märkte“ durch übermächtiges Kapital zu unterbinden, manipuliert Politik nun selbst. Gezahlt wird die Manipulation von Verbrauchern in einer mehrfachen Rechnung. Produkte werden teurer. Steuern werden steigen. Leistungen werden gekürzt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Notenbanken werfen Geld ins Finanzsystem
Obama soll ein Hilfspaket für die Wirtschaft schnüren
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Nordsee-Öl fließt unzureichend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Libysches Öl soll bald wieder fließen
Markt gut mit Öl versorgt
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Fortbestand der EU steht in Frage

Unsere Heizölpreise steigen wieder. Sie folgen dem Jubelsprung der Ölbörsen. Der nachgebende Dollar kann nur ungenügend gegenhalten. Ursächlich sind politische Hilfsmaßnahmen zur Stabilisierung wankender Banken. Da jede politische Hilfe den Zwang zu weiteren Hilfen mit sich bringt, wird dem Ölpreis ein zweifellos vorhandenes Rückschlagspotenzial entzogen. Heizöl wird also im besten Fall das Preisniveau halten. Ein Einbruch aufgrund eines Finanzkollapses ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten, weil Politik diesen, koste es, was es wolle, zu verhindern versucht. Unsere Prognose, dass der Euro im Zuge der EU-Krise deutlich gegenüber dem Dollar verlieren wird, ist ebenfalls obsolet. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten. Hier ist eine der der besonderen Art.

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