Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Qualität aus dem Internet

Heizöl ist teuer im Vergleich zu den Preisen der Vergangenheit. Im Vergleich zu gestern ist es deutlich billiger. Ein plötzlicher Kursrutsch sorgte am Abend für einen Rückgang von fast drei Prozent an den Ölbörsen. Dem Vorfall lässt sich weder eine Ursache aus dem physischen Ölmarkt noch ein identifizierbarer Trick der Finanzszene zuordnen. Die US-Marktüberwachung untersucht den Vorgang. Finanzjongleure sind nicht amüsiert, da sie mehrheitlich auf steigende Kurse eingestellt sind. Nach Zusage des Geldsegens durch EZB und FED ist das eine Selbstverständlichkeit. Amüsieren können sich hingegen Verbraucher. Sie erhalten einen Direktrabatt aus der Schatulle der einflussreichsten Preistreiber.

Die langfristige Entwicklung der Heizölpreise ist durch die Endlichkeit des Rohstoffs und die Unendlichkeit der Finanzmittel, mit der er bezahlt wird, getrieben. Letztes führt zu hohen Schwingungen im Preisanstieg. Im Jahr 2008 kostete der Liter in der Spitze fast einen Euro und in der Tiefe weniger als 50 Cent. So volatil geht es bei Strom und Gas nicht zu. Gleichwohl nehmen die Preise die gleiche Richtung wie beim Heizöl. Sie werden teurer. Der durchschnittliche Preisanstieg der Kilowattstunde betrug in den letzten 12 Jahren 11 Cent beim Strom, 4 Cent beim Erdgas und 5 Cent beim Heizöl. Energiepreise sind die wesentliche Ursache für den Anstieg der Lebenshaltungskosten in Deutschland und Europa.

Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, dass Verbraucher Instrumente suchen, mit denen sie Energiekosten sparen können. Den besten Schutz vor überbordenden Energieausgaben bietet die Senkung des Verbrauchs. Beim Heizen lässt sich das ohne Komfortverlust nur über eine energetische Sanierung des Hauses bewerkstelligen. Die ist nicht ohne hohe Investitionen zu haben. Eine Alternative ist die Reduzierung des Wohnraums. Sie ist für ältere Menschen empfehlenswert, die nach Auszug der Kinder oft über zuviel Raum klagen. Wer ohne diese grundlegenden Änderungen sparen will, versucht das über die Bezugskosten für Energie. Die Liberalisierung des Markts macht es möglich.

Sparen beim Einkauf bedeutet zunächst einmal, Informationen zu sammeln. Ohne Kenntnis der Angebote geht das nicht. Zu diesem Zweck gibt es Vergleichsportale im Internet. Über zwei Drittel aller Deutschen haben sie bereits besucht. Die Hälfte der Besucher haben gemäß der Studie "ComparisonCheck Energie 2012" von YouGov schon einmal einen Strom- oder Gasanbieter gewechselt. Viele Wechselkunden mussten dabei allerdings feststellen, dass mit unseriösen Preisen geworben wird. Der angepriesene Vorteil erwies sich schon bald als Nachteil. Der spektakulärste Fall in der Sache ist die Insolvenz des Anbieters TelDaFax, bei dem Verbraucher zuhauf die scheinbar kostensenkende Vorauszahlung verloren. Schuld am Verlust sind betrügerische Geschäftsmethoden. Eine Mitschuld trifft aber auch die Vergleichsportale und die Kunden selbst. Einige Portale berieten ihre Nutzer vollkommen unzureichend. Sie setzten den Fokus oft nur auf sensationell günstige Preisangaben. Als Berater muss ihnen bewusst sein, dass die Preise entweder ein ruinöses Geschäft oder einen extremen Preisanstieg für den Kunden in einer zweiten Runde zufolge haben. Auf diese Umstände sollten sie hinweisen. Verbraucher sollten ihrerseits aber auch kritisch auf extrem günstige Preise reagieren. Sie sind gut beraten, wenn sie diesen mit einem Anfangsverdacht gegenüberstehen und sich zumindest weitere Informationen einholen. Der im Vergleich außergewöhnlich günstige Kauf sollte eine plausible Rechtfertigung haben. Wenn die nicht genannt wird, sollten Verbraucher den Anbieter meiden.

Eine sehr gute Hilfe sind Verbrauchererfahrungen selbst. Für Gas und Strom sind sie relativ schwierig zu bekommen, da zwischen Einkauf und Erfahrungsbericht mindestens ein Jahr vergeht. Das mindert das nötige Engagement deutlich. Anders sieht es beim Heizölkauf aus. In diesem schon immer liberalen Markt ist die Zeit zwischen Bestellung (Kaufmoment) und Lieferung kurz genug, um das Interesse der Kunden an der Meinungsabgabe zu erhalten. Diese ist für weitere Käufer enorm hilfsreich und wird außerordentlich geschätzt. Die Entlohnung der Information wird in Form der eigenen Meinung gerne gewährt. So entsteht ein weitgehend zuverlässiges Bild über die Anbieter. Wir bei esyoil haben darüber hinaus die Erfahrung gemacht, dass die Qualität der Händlerleistung durch unser kundenbasiertes Bewertungssystem gesteigert wird.

Die Empfehlung aus unserer jahrelangen Erfahrung mit der ersten Heizölplattform, auf der für ganz Deutschland Preise genannt werden, lautet wie folgt: Kaufen Sie nicht beim billigsten, sondern beim zuverlässigsten Anbieter. Den großen Preisvorteil erhalten Sie ohnehin nicht vom Händler, sondern von der Börse. Deshalb ist der Kaufmoment so wichtig. Wenn Sie Vertrauen zu Ihrem früheren Lieferanten haben und diesen hier noch nicht finden, bitten Sie ihn zu uns auf die Plattform. Er zeigt mit seiner Teilnahme, dass ihm Preistransparenz und Qualität genauso wichtig sind wie seinen Kunden. Achten Sie auf die „Herde“ der Heizölkäufer. Wenn die zum Kauf ansetzt, kann der Preis rasant steigen, weil nicht genug Brennstoff für alle da ist. Und bedenken Sie, dass Ihnen das Wissen um den Preis nichts nützt, wenn Ihnen das Wissen über Ihren Tankinhalt fehlt. Die meisten Leerstände entstehen beim Warten auf einen günstigen Kaufmoment.

Heute Morgen herrscht an den Ölbörsen eine schwingungsvolle Unruhe. Die Akteure scheinen wegen des gestrigen Preisrutsches weiterhin verunsichert zu sein. Die Tonne Gasöl kostet 992,25 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 96,29 Dollar und in London zu 113,80 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 76,50 Eurocent.

Unsere Heizölpreise geben ordentlich nach. Den absurden Vorgängen an den Ölbörsen sei Dank. Die Bewegung vollzieht sich innerhalb des gültigen Aufwärtstrends. Die Unsicherheit an den Börsen ist ein Hoffnungsschimmer für tiefere Heizölpreise und eventuell sogar für den Trendbruch. Mehr liegt derzeit noch nicht vor. Ich empfehle deshalb, nicht auf ungelegte Eier zu spekulieren, sondern den aktuellen Rückgang mit dem Kauf als Bonus zu kassieren. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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