Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Quoten bleiben unverändert

Weil die Exportmengen aus dem Irak nicht anspringen, sieht sich die OPEC nicht genötigt gegenzusteuern. Die Märkte nehmen den Beschluss, die aktuellen Förderquoten fortzuschreiben, ohne nennenswerte Preisreaktionen auf.

Das gestrige OPEC-Treffen war anberaumt, um auf eventuelle Steigerungen der Ölexporte aus dem Irak reagieren zu können. Das war nicht nötigt. Aber die Organisation will wachsam die Vorgänge beobachten. Sie wird die Sache am 24. September erneut diskutieren und dann möglicherweise tiefere Quoten festsetzen. Im laufenden dritten Quartal fällt die Nachfrage traditionell etwas ab. Auch darauf möchte man kurzfristig eingehen können.

In der Presseerklärung der OPEC steckte nichts, was den Hauch einer Überraschung hätte auslösen könne. Und so gab es keine bewegenden Impulse für die Ölpreise. Sie bleiben auf hohem Niveau. Es sieht derzeit nicht so aus, als hätte die Kursbewegung die Kraft, die Spitzenpreise aus dem Juli zu übersteigen. Die kurzfristige Bewegung wird eher seitwärts verlaufen.

Nach Ansicht einiger Ölgesellschaften werden die Preise ihr aktuelles Niveau kaum halten können. Dieser Satz fiel u.a. bei der Vorstellung der Unternehmensergebnisse von Exxon. Die weltgrößte unabhängige Gesellschaft meldete auf Grund der hohen Ölpreise im Frühjahr den enormen Gewinnzuwachs von 58% für das zweite Quartal. Was den Verbraucher wurmt, freut den Anleger. Nicht nur die Förderung von Öl ist bei Exxon sehr profitabel. Auch die Weiterverarbeitung spült große Gewinne in die Kassen. Die für ärgerliche Preissteigerungen beim Tanken und Heizen sorgenden knappen Raffineriekapazitäten machen es möglich.

Der Dollar setzte seinen starken Lauf gestern fort. Er legte um über 1% gegenüber dem Euro zu. Derzeit ist er der stärkste Preistreiber auf dem europäischen Ölmarkt.

Die Gasölpreise zogen gestern erneut kräftig an. Heute Morgen geben sie ein klein wenig nach und fallen auf 241,50$ pro Tonne. Das ist gut 1% über dem gestrigen Startwert.

Unsere Heizölpreise verteuerten sich gestern abermals. Die Tiefpreiszone ist damit verlassen. Sie befinden sich jetzt wieder in einer Preiszone, die als langfristige mittlere Spanne angesehen werden kann. Während die Preise in den USA aber am oberen Rand dieser Handelsspanne stehen, befinden sie sich hierzulande an der unteren Grenze. Der Unterschied beträgt etwa 15%. Das ist das Potential, was trotz geringer Bewegungen am Weltmarkt als Folge von Währungsverschiebungen in die Preise wandern kann.

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