Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Rating und Karlsruhe

Das erste Urteil ging für den europäischen Schutzmechanismus (ESM) aus. Die Urteilsverkündung findet am heutigen Mittwoch statt. Dieses wurde von einigen Marktteilnehmern als Signal gewertet, dass auch die Eilanträge in dieser Richtung beantwortet werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits in der Vergangenheit stets die Entscheidungen der Regierung bzw. des Bundestages bestätigt und ein „Aber“ angehängt. Es wird wohl auch dieses Mal so laufen. Diese Erwartung stärkte den Eurokurs. Ebenfalls günstig wirkte sich eine Ankündigung der Ratingagentur Moody’s auf das Euro-Dollar-Verhältnis aus. Moody’s warnt den US-Politikbetrieb damit, dass im Streit um den zukünftigen Umgang mit dem Schuldenberg der USA eine tragfähige Lösung gefunden werden muss. Ansonsten würden den USA, nach Standard&Poor’s, nun die zweite Ratingagentur die Bestnote „AAA“ entziehen. Die Dollarschwäche lässt den Fluchtreflex in die Ölnotierungen wirken und lässt diese anziehen. Ölmarktimpulse sind auch gestern wieder so gut wie nicht vorhanden gewesen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Notenbanken erwartet
Anleihekäufe der EZB
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Kalter Krieg um iranisches Atomprogramm wird heißer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Nordseeölanlagen im Wartungszyklus

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaftswachstum kühlt ab
Schwache Konjunkturaussichten
OPEC produziert über Quote
IEA senkt Prognosen zur Ölnachfrage
Schuldenkrise in Europa
USA vor Freigabe der strategischen Reserven

Unsere Heizölpreise bewegten sich gestern kaum. Heut e Morgen ziehen sie kräftig an. Ausgelöst wird dieser Anstieg durch die Ölnotierungen, die durch einen schwachen Dollar beflügelt werden. Einen weiteren Abgang halten wir dennoch für möglich, weil der Euro durch eine negative Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Anträge als gestärkt gelten kann. Die eher technisch motivierten Käufe beim Öl müssen hingegen nicht standhalten. Im Trendverlauf sind wir mittlerweile an der unteren Kante des kurzfristigen Trendkanals angekommen. Die gestrige Aufwärtsbewegung vermag dies kaum zu ändern. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen