Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Rettungsschirm für den Euro

Am vergangenen Freitag und in der Nacht zum Samstag vereinbarten die Regierungsspitzen der Länder der Euro-Zone ein finanzielles Rettungspaket für „notleidende“ Euro-Staaten in einer Höhe von 720 bis 750 Mrd. Euro. Ja, der Euro steigt wieder und mit ihm die Ölnotierungen. In der Summe hat sich das Paket nicht gut für den Heizölverbraucher in Deutschland ausgewirkt. Aber man sollte hierbei nicht auf die ersten Reaktionen schauen, sondern langfristiger die Märkte betrachten. Allerdings wird man das Gefühl nicht los, dass genau diese langfristige Betrachtung fehlt. Sicher ist ein starkes Signal richtig und der Rettungsschirm ist ein solches starkes Signal. Aber wie bei der Rettung der Banken, werden keine regulierenden Maßnahmen getroffen. Das Geld des Rettungsschirms wird im Zweifel in die Finanzbranche fließen und diese wird gestärkt zurückkehren und wieder gegen Regierungen wetten, die, wie die deutsche Regierung, noch nie in der Lage waren, ohne Schulden auszukommen. Der Euro steigt, der Ölpreis auch. Das ist die Nachricht des Tages. Ob der Rettungsschirm nun für Ruhe in der Euro-Zone sorgt, steht in den Sternen. Ich glaube es nicht. Dafür bieten die Euro-Länder zu viel Angriffsfläche und der Schirm ist ausschließlich über Schulden finanziert. Und so bläht sich das Schuldenkarussell weiter auf und dreht sich immer schneller.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen hohen Ölpreis
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
Schlechte Wirtschaftsdaten aus China
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl
Drohende Betrugsklagen gegen Investmentbanken

Unsere Heizölpreise steigen erstmals seit einer Woche wieder. Das liegt am Ölpreis, der sich stärker als der Euro erholt. Hierfür war kein Rettungsschirm nötig. Das haben die Märkte allein hinbekommen. Die einfache Erklärung für diese Gegenreaktion nennt sich überverkauft. Der heimische Heizölmarkt scheint dem Frieden auch noch nicht zu trauen. Die Verbraucher halten sich noch zurück. Der Heizölpreis wird als zu hoch empfunden. Einen positiven Ausblick kann ich leider nicht bieten. Entweder wird der Euro wieder fallen oder der Ölpreis wird wieder steigen. Es bleibt ein Warten auf den Crash. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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