Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Rezession in aller Munde

Nachdem am Montag an den Aktienbörsen eine Party über die angekündigten staatlichen Unterstützungen gefeiert wurde und der DAX auch am Dienstag noch einen ordentlichen Schuss drauf gab, sorgen sich die US-Amerikaner weiter. Es wird vermutet, dass die 250 Mrd. Dollar aus dem 700 Mrd. Dollar-Paket nicht ausreichen werden, den US-Bankenmarkt nachhaltig zu stützen. Während sich die USA bereits in einer Rezession bewegen, hat das Herbstgutachten Deutschland ein leichtes Wachstum versprochen. Aber auch die führenden Wirtschaftsinstitute Deutschlands müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie bisher vollkommen daneben lagen. Es liegt wohl immer am Objekt der Untersuchung und den unzureichenden Methoden, dass die Prognosen entsprechend unzureichend bleiben. Die Ölmärkte erkennen die Rezession als Wirklichkeit an und geben weiter nach. Es wird auf die neuen US-Bestandsdaten gewartet, die wegen eines US-Feiertages am Montag einen Tag verspätet, also erst morgen veröffentlicht werden. Der Dollar hatte gestern gegenüber dem Euro weiter an Boden verloren. Heute geht er stärker in den Markt. Auch hier ist der wichtigste Einflussfaktor das US-Rettungspaket und die Spekulation über dessen Nachhaltigkeit.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
OPEC kürzt Überproduktion
Produktionskosten steigen
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Finanzkrise
US-Bestandsdaten
Weltweite Finanzkrise
Sinkende Konjunktur
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise folgen gedämpft durch die hohe Inlandsnachfrage dem Welthandel und fallen. Die erreichten Heizölpreise gelten weiter als günstig, obwohl sie ein unerwartet starkes Eigenleben führen. Dies ist mit der real physischen Begrenztheit der Lieferkapazitäten des Handels begründet. Manch ein Händler kann sich um seinen letzten Ausverkauf nicht freuen, da er befürchten muss, dass er im kommenden Jahr wieder in die Wüste geschickt wird und seinen Laden nahezu aufgeben kann. Denn so wie sich die letzten Jahre gezeigt haben, ist bereits heute von einer Auftragsflaute im kommenden Jahr auszugehen. Das wird nicht jeder Händler überleben. Damit man zukünftig solche nachfragebedingten Marktengpässe umschifft, empfiehlt es sich, mehr über den eigenen Verbrauch zu wissen. Dieses Wissen ist darüber hinaus für die energetische Verbesserung des Hauses zu gebrauchen. Gesammelt wird es zum Beispiel mit unserem kostenlosen Logbuch für den Heizölverbrauch.

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