Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Rohöl billiger, Dollar teurer

Der Rohölpreis setzte seine Talfahrt gestern fort. Der Dollar drehte komplett die Richtung und verteuerte sich deutlich. Damit wurde der fallende Ölpreis für Euronotierungen weitgehend kompensiert.

Es gab keine erwähnenswerten Nachrichten, die an der Ölpreisentwicklung teil hatten. Kursbewegungen gingen abermals auf das Konto großer Investoren, deren Portfolios immer noch nicht von allen Ölkontrakten geräumt sind.

Der anhaltende Abwärtstrend wird als charttechnisches Ereignis interpretiert. Fundamental halten der nahende Hurrikan Isabel und die knappe Benzinversorgung in den USA dagegen. Die Erwartung für die heute zur Veröffentlichung anstehenden Lagerdaten in den USA sehen einen Aufbau voraus. Sollten die Reports das bestätigen, gäbe es auch fundamentale Gründe für den laufenden Preisverfall.

Der wird in Europa allerdings deutlich gedämpft, da der Dollar gestern zu einer überfälligen Erholung ansetzte. Kenner halten seinen Preisrückgang der letzten Wochen für übertrieben und die eingesetzte Gegenbewegung für überfällig. Wohin sie die Währung tragen wird, verraten sie allerdings nicht.

Der Gasölpreis legt heute Morgen zu, nachdem er sich gestern mit dem fallen Rohöl bewegte. Mit 221,25$ kostet die Tonne dennoch weniger als gestern Früh.

Unsere Heizölpreise entwickeln ein vom Weltmarkt gelöstestes Leben, das sich besonders entlang des Rheins und im Süden der Republik zeigt. Sein Ursprung ist die verminderte Schiffbarkeit der Lebensader Rhein und der saisonbedingte Nachfrageschub. So wird Heizöl teurer, obwohl Rohöl billiger wird. Der steigende Dollarkurs ließe aber ohnehin nur wenig Preisverfall zu.

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