Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Rohöl kostet 70 Dollar

Die lange auseinander gedrifteten Preise für Brent (Nordseeöl) und WTI (Texasöl) nähern sich an. Die hochwertigen Öle sind offensichtlich wieder beiderseits des Atlantiks gefragt. Das ist ein Zeichen, dass der Raffinerieengpass in den USA an Bedeutung verliert. Man bewertet weniger den Rückstau vor der Verarbeitung als den generellen Bedarf. Die Preise treffen sich bei 70 Dollar pro Barrel. Brent nähert sich von oben an, WTI kommt von unten. Aktuell wird der Preis als ausgereizt angesehen. Die Charts behalten allerdings weitgehend ihren bullischen Charakter. Das gilt nicht für Benzin und den Dollar. Beide bewegen sich seitwärts. Benzin ist „über den Berg“. Dem Devisenmarkt fehlen Impulse.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Verstaatlichung der Ölindustrie Venezuelas zeigt Bremsspuren
Instabile Lage in Nigeria
Iran gibt sich hart im Atomstreit
Negative Hurrikanprognosen für die USA
Unerwartet schlechte US-Bestandsentwicklung
Raffinerieprobleme in den USA
Weltwirtschaft wächst stärker als prognostiziert

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Streikende in Nigeria
Nigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juli reaktivieren
Venezuela sucht neue Investoren
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
US-Rohöllager prall gefüllt
US-Benzinnachfrage könnte sinken

Unsere Heizölpreise bewegen sich seitwärts. Das passt zur Entwicklung am Weltmarkt. Der Binnenmarkt ist weiterhin leblos. Es gibt kaum Käufer. Das hält die Preise in vielen Regionen unverhältnismäßig tief. Wer in der zweiten Jahreshälfte kaufen will, sollte zwei Aspekte berücksichtigen. Die Preise werden bei anziehender Nachfrage sprunghaft steigen. Und das umso heftiger je später das Kaufinteresse erwacht. Die Lieferfähigkeit kann in diesem Fall überstrapaziert werden. Engpässe wäre die Folge.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen