Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Rohöl treibt Preise

Die Erwartungen wurden überfüllt. Mit dem Rückgang der Rohölvorräte schockten die Amerikaner die Märkte. Der Ölpreis zeigt sich darauf stabil im Aufwärtstrend. Der Dollar setzt seinen stabilen Abwärtstrend fort.

Es kommen Zweifel auf, ob die Versorgungslage wirklich so gut ist, wie die OPEC das unermüdlich ansagt. Die Rohölvorräte in den USA gehen rasant zurück. Sie befinden sich mittlerweile nahe historischer Tiefststände. Dabei hat die OPEC die ab November zum Vollzug freigegebene Kürzung dem Vernehmen nach noch gar nicht realisiert. Es wird rund 1 Mio. Barrel pro Tag über der Quote gefördert.

API (American Petroleum Institute) und DOE (Department of Energy) gaben folgende Zahlen bekannt: Rohöl verlor 2,1 bzw. 5,1 Mio. Barrel zur Vorwoche. Heizöl und Diesel verloren 1,3 bzw. 1,4 Mio. Barrel zu Vorwoche. Benzin wurde mit ?0,4 bzw. +1,9 Mio. Barrel zur Vorwoche angegeben. In Summe ergibt sich ein Bestandsverlust von 3,8 bzw. 4,6 Mio. Barrel. Die Vorratslage beim Heizöl ist akzeptabel. Dieser Umstand hält aufkommende Zweifel an der Gesamtbevorratung im Zaum. So ist es auch zu erklären, dass die Preise nach Bekanntgabe der Vorratsdaten nicht explodierten. Ein erneutes Nachkriegshoch wurde allerdings erreicht.

Die Importe für Rohöl sind ungefähr auf Vorjahresniveau. Die Heizölimporte sind deutlich geringer.

Unterstützung bekommen die weiter steigenden Ölpreise nun wieder aus dem Irak. Der Traum von einer Beruhigung der Situation nach der Gefangennahme Saddams ist so schnell zerplatzt, wie er geboren wurde. Die für den Ölexport so wichtige Pipeline im Norden des Landes wurde erneut Ziel von Anschlägen. Damit bleibt ihre Wiederinbetriebnahme auf unbestimmte Zeit verschoben. Ohne die Leitung wird der Irak kaum über 1,5 Mio. Barrel Rohöl pro Tag exportieren können. Die Förderung ließe bald 2,5 Mio. Barrel pro Tag zu.

Charttechnisch zeigt der Rohölpreis Stärke. Der seit Anfang Dezember laufende Aufwärtstrend ist stabil. Eine Änderung ist nicht in Sicht. Trotz dieses Umstands sehen wir den Preisanstieg in Europa begrenzt. Der Dollar hält mit seinem Abwärtslauf massiv dagegen. Derzeit sollten maximal 10% Teuerung für Öl mit Euronotierung drin sein.

Der Gasölpreis legt heute Morgen wieder zu. Die Tonne kostet 277$.

Unsere Heizölpreise steigen etwas. Verglichen mit dem Weltmarkt bewegen sie sich äußerst moderat. Der täglich schwächer notierende Dollar verhindert Preisspitzen. Die hohen Preise von Anfang Oktober sollten trotz immer neuer Höchststände beim Rohöl zunächst nicht erreicht werden. Heizöl ist mittlerweile zwar teuer. Das Niveau ist aber für nötige Winterkäufe immer noch akzeptable. Preisexzesse wie im Februar und März sind in weiter Ferne. Achtung: Unsere Lieferzeiten können sich in Einzelfällen auf Grund der bevorstehenden Festtage und der damit verbundenen fehlenden Werktage deutlich verlängern.

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