Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Rohöl wird 60$ unterschreiten

Der Ölmarkt bleibt auf Entspannungskurs. Die jüngste Meldung, die diesen Kurs unterstützt, kommt von BP. Die Gesellschaft wird das größte Ölfeld in Alaska innerhalb der kommenden Woche wieder voll in Betrieb nehmen. Der Fall um die defekten Pipelines und die dadurch bedingte Einstellung der Förderung sorgte Anfang August für bullische Impulse. Nun treibt er die nachgebenden Notierungen voran. Der Rohölpreis wird heute wahrscheinlich unter 60 Dollar fallen. Broker erwarten deshalb eine Kürzungsreaktion der OPEC. Der Dollar wird wegen der abkühlenden US-Konjunktur tendenziell rückläufig eingeschätzt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sorge vor Senkung der OPEC-Fördermengen
Hurrikansorgen in den USA (schwach)
Atomstreit mit dem Iran (schwach)
Instabile Lage im Irak (schwach)
Chinas Nachfrage soll mindestens 10% zum Vorjahr wachsen
Weltweites Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: BP will Alaska-Pipeline binnen einer Woche zu 100% betreiben
US-Konjunktur kühlt sich ab
OPEC und IEA senken Nachfrageprognose
Hurrikanprognose gering
Sanktionen gegen den Iran sehr unwahrscheinlich
Großer Ölfund in den USA
Gute Vorratslage der OECD-Länder
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise werden erneut nur einen Teil der rückläufigen Preise des Weltmarkts widerspiegeln. Bedingt durch spekulative Versorgungsmaßnahmen der Mineralölgesellschaften und durch die extrem hohe Nachfrage der Verbraucher ist der Binnenmarkt im Ausnahmezustand. Die rechnerischen Preisüberhöhungen zum Weltmarkt liegen mittlerweile zwischen 4 und 12 Prozent. Dennoch sind die Heizölpreise attraktiv zum Kauf. Verbraucher müssen sich auf extrem lange Lieferzeiten einstellen.

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