Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Rohöl wird knapp

Die Protokollführer der US-Vorräte API und DOE sehen die Lage ähnlich. Der Rohölvorrat wurde in der letzten Woche stark belastet. Er steht nun auf einem26-Jahres-Tief. Beachtlich! Dieser starke Abbau kam den Vorräten an Heizöl, Diesel und Benzin zugute. Die Bilanz aus allen Flüssigkeiten sieht positiv aus. Gegenüber der Vorwoche meldet das API ein Plus von 1 Mio. Barrel und das DOE ein Plus von 2 Mio. Barrel (siehe Chart Lagerbestände). Die Märkte bevorzugen aber die negative Sicht der Dinge und konzentrieren sich auf den gewaltigen Rohölabbau.

Und so nahm die Preisentwicklung gestern wieder ihren Lauf zu neuen Höhen auf. Rohöl markierte dabei ein Zwei-Jahres-Hoch. Gasöl verhielt sich aus gutem Grund etwas zurückhaltender. Es blieb unter dem Hoch vom Jahresbeginn zurück. Da aus den USA für die nächste Zeit tiefe Temperaturen vorhergesagt werden, ist allerdings mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

Das allgemeine Umfeld hat keine Impulse zu bieten, die dem Ölmarkt etwas Ruhe einflößen könnten. Kofi Annan versucht Bewegung in die festgefahrene Situation in Venezuela zu bringen. Offensichtlich sind die Venezuelaner selbst sicht in der Lage, ihre Probleme zu lösen. Durch die streikbedingte Blockade der Wirtschaft wird der ohnehin knappe Wohlstand rasant und dramatisch vernichtet. Man schätzt, dass die Armutsrate als Folge der Unruhen von 10% auf 70% steigen wird.

George Bush und der Irak bleiben als Impulsgeber für höhere Preise die Favoriten. Die OPEC erfüllt ihre Rolle als ausgleichender Faktor nur unzureichend. So geht der anhaltende Aufwärtstrend der Ölpreise fundamental und charttechnisch in Ordnung.

Erfreulicherweise hält sich der Gasölpreis auch heute Morgen in seiner Entwicklung zurück. Mit 269,50$ pro Tonne steht er unter dem Top von gestern.

Unser Heizölpreis legte gestern wieder zu. Bessere Prognosen können wir auch heute nicht melden. Allerdings hinkt sein Aufwärtsdrang etwas hinter den großen Bewegungen der Weltmärkte hinterher. Kleinigkeit. Aber vielleicht ist es ein Trost. Für die kommende Zeit rechnen wir mit weiter steigenden Preisen. Da wir in den letzten Tagen keine deutliche Überhitzung der Preisentwicklung feststellen konnten, sehen wir auch keiner Gegenreaktion entgegen.

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