Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Rohölpreis bleibt über 60$

Nach den abermals heftigen Verlusten der beiden Vortage bewegten sich die Preise gestern in Gegenrichtung. Der Rohölpreis prallte an der 60-Dollar-Marke ab. Neue Nachrichten gab es nicht. Die Stimmung bleibt tendenziell bärisch. Analysten beurteilen das aktuelle Preisniveau allerdings als grenznah. Spätestens bei 57 Dollar vermuten sie einen Umkehrpunkt. Eine Umkehr traf gestern den Dollar. Die These von einer Abschwächung der US-Konjunktur wurde durch den Philly-Fed-Index untermauert. Das endgültige Ende der Zinserhöhungsphase wird postuliert. Der Dollar verlor deutlich an Wert.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sorge vor Senkung der OPEC-Fördermengen (schwach)
Hurrikansorgen in den USA (schwach)
Atomstreit mit dem Iran (schwach)
Instabile Lage im Irak (schwach)
Chinas Nachfrage soll mindestens 10% zum Vorjahr wachsen
Weltweites Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC und IEA senken Nachfrageprognose
Hurrikanprognose gering
Sanktionen gegen den Iran sehr unwahrscheinlich
US-Konjunktur kühlt sich ab
Großer Ölfund in den USA
Gute Vorratslage der OECD-Länder
BP will Alaska-Pipeline bald wieder zu 100% betreiben
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise haben die Verbindung zum Weltmarkt weitgehend verloren. Innerhalb Deutschlands driften sie extrem auseinander. Selbst die Regionen entwickeln sich zu eigenständigen Teilmärkten. Der Heizölmarkt ist äußerst kritisch, weil zu wenig Ware eingebracht wird. Die Mineralölgesellschaften betreiben eine kaum nachvollziehbare Angebotspolitik. Als Bonus für die extrem langen Lieferzeiten finden Verbraucher vielerorts immerhin recht freundliche Preise, die allerdings höher sind als das Weltmarktniveau.

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