Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Rohölpreis fliegt davon

Die Stimmung an den Börsen ist absolut bullisch. Trotz aktuell guter Versorgungslage insbesondere beim Heizöl wird der Handel von Angst bestimmt. Mit dem zur Disposition stehenden Rohöl aus dem Iran und aus Nigeria könnten der Welt schlimmstenfalls bis zu 6 Prozent des Bedarfs für einige Zeit abhanden kommen. Dem stehen nach Schätzung der IEA (Internationale Energie Agentur) Reservekapazitäten von knapp 2 Prozent gegenüber. Der Atomstreit mit dem Iran wird in den Medien gebührend gewürdigt. Weniger bekannt ist, dass Rebellen in Nigeria gegen die Präsenz der internationalen Ölkonzerne kämpfen. Der Dollar legte gestern nach guten Wirtschaftsdaten für die USA zu. Der Abwärtstrend wird aber nicht in Frage gestellt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Atomstreit mit dem Iran
Instabile Lage in Nigeria
Weltweites Nachfragewachstum wird beschleunigt
Irakische Förderung auf Tiefststand seit US-Invasion
Raffineriekapazitäten knapp
Gesunkener US-Verbrauch nicht nachhaltig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rohöl- und Heizölvorräte auskömmlich
Milde Temperaturen in den USA
OPEC-Generalsekretär will Förderquoten beibehalten
US-Verbraucher sparsamer
Dollar im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise steigen deutlich. Der Schub vom internationalen Markt ist innerhalb von zwei Tagen explosionsartig gewachsen. Nun wankt unsere Einschätzung über die mittelfristige Preisbewegung. Die obere Grenze des für möglich gehaltenen Preisbands ist erreicht. Die Aufwärtskräfte stehen aber erst im Begriff, sich richtig zu entfalten. Neue Höchstpreise, die wir ursprünglich im Verlauf des Frühjahrs erwarteten, werden kurzfristig kaum noch zu vermeiden sein. (Die Aussage gilt nicht für Süddeutschland, wo die Preise Anfang Dezember auf Grund der eingeschränkten Binnenschifffahrt deutlich höher lagen.)

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