Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Rohölvorrat so gut wie lange nicht

Die Ölnotierungen tendieren abwärts. Sie folgen damit in plausibler Weise der physischen Marktlage. Die glänzt mit einem guten Angebot und einer vergleichsweise schwachen Nachfrage. Ein vorab veröffentlichter Datensatz über die US-Vorräte bestätigt das. Trotz der eindeutigen Gesamtsituation kommt es partiell zu Engpässen der Versorgung. Die sind in keiner Weise Zeichen für Ressourcenknappheit, sondern Folge der übertriebenen Profitorientierung von Mineralölgesellschaften. Dort achtet man mehr auf die Auslastung der Anlagen als auf die Sicherheit der Ölströme. Vor dem Hintergrund der Iransanktionen, die die Ölförderung wahrscheinlich um 75 Prozent haben sinken lassen, das entspricht 3,5 Prozent der Weltproduktion, ist die Angebotslage sensationell gut. Sie rechtfertigt den hohen Preis in keiner Weise, auch nicht mit dem Verweis auf die Kriegsgefahren im Nahen Osten. Der hohe Preis lässt sich nur mit den Geldzuflüssen aus Rettungsmaßnahmen für die Finanzsysteme erklären. Im Ölpreis ist die zu erwartende Inflation längst angekommen.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Geldvermehrung der Notenbanken
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Spekulationen über iranische Attacken gegen Ölwege

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wachstum wird langsamer
Globale Konjunkturaussichten schwach
Hohe US-Bestände
Ölangebot wächst
OPEC produziert über Quote

Unsere Heizölpreise haben den Überhang des jüngsten Preisanstiegs zum ursprünglichen Seitwärtstrend abgebaut. Wir haben das hier im Bild mal dargestellt. Die Marktlage spricht sehr für einen Preisrückgang. Der Einfluss der Finanzszene hält dagegen. In Kombination sollte nach meiner Einschätzung in naher Zukunft die Fortsetzung des Seitwärtstrends herauskommen. Einer Wette auf tiefere Heizölpreise im Verlauf des Winters messe ich eine ordentliche Gewinnchance bei. Das Risiko ist angesichts der Marktlage beherrschbar. Eventuelle Preisausreißer nach oben aufgrund von Schockmomenten im Nahen Osten sollte man mit einem ausreichend gefüllten Tank allerdings aussitzen können. Wer knapp bevorratet ist, muss sich das Spiel verbieten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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