Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Ruhe und kein Sturm in Sicht

Der Ölmarkt erlebt eine Phase relativer Ruhe. Kriegsdrohungen, Lieferprobleme und Knappheitssorgen sind in den Hintergrund getreten. Die Nachfrageseite überrascht bisweilen mit schwachen Zahlen. Gleiches gilt für die übergeordneten Konjunkturdaten. In den physischen Märkten werden Mengen und Produktionseinrichtungen verschoben. Der Einschluss ist mikroökonomischer Natur. Die Makroökonomie des Öls wird kaum berührt. Man arbeitet sich in den alten Industrienationen immer noch an überschüssigen Raffineriekapazitäten ab, wobei Schließungen nach Möglichkeit vermieden werden. In den USA geht das soweit, dass eine Fluggesellschaft eine derzeit abgeschaltete Raffinerie übernehmen und betreiben möchte. In Europa betrifft das beispielsweise die Raffinerien der insolventen Petroplus-Gruppe. Die Ingolstädter Raffinerie befindet sich seit Ende Januar in Produktionsbereitschaft. Produziert wird mangels Geld so gut wie nichts. Mittlerweile gibt es mehrere Investoren, die am regulären Weiterbetrieb der Anlage interessiert sind. All das hat auf die Preisbildung wenig Einfluss. Die Existenz oder Nichtexistenz einer Raffinerie wird erst in Krisenzeiten preisrelevant. Mit Ausnahme von Texasrohöl tendieren die Ölnotierungen schwach abwärts.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran ab Juli

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC liefert mehr Öl
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC will Reservekapazitäten steigern
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Ölnotierungen und Dollarkurse waren Verbrauchern gestern freundlich gesonnen. Wir rechnen damit, dass die Richtung beim Öl einige Wochen so bleiben wird, wobei es immer wieder zu zwischenzeitlichen Tagesanstiegen kommen kann. Große Abwärtseffekte sollte man nicht erwarten. Für die Währung ist die Entwicklung kaum einschätzbar. Sie unterliegt den direkten und unkalkulierbaren Eingriffen der Politik. Seit drei Monaten kann man hier eine wackelige Seitwärtsbewegung beobachten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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