Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Run auf Heizöl

Die Konjunktur der USA läuft nicht. Zudem befindet sich das Land genau wie Europa in einer Schuldenfalle. Dass sich Chinas Wirtschaftswachstum stetig fortsetzt, ist unwahrscheinlich. Für wachstumsorientierte Zeitgeister sieht die Zukunft nicht gut aus. Schlimmer als das ist die Tatsache, dass es keinen Plan gibt, wie die offensichtliche Fehlentwicklung gestoppt und eine positive Perspektive entwickelt werden kann. Ausdruck findet die Verunsicherung in den abstürzenden Aktienbörsen. Gestern fand der freie Fall einen Halt. Am Ende des Handelstages kam es sogar zu kräftigen Gewinnen. Einen überzeugenden Grund für diesen Umstand gibt es nicht. Wenn die Finanzjongleure in Zukunft unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen handeln, müssen die Kurse weiterhin nachgeben. Menschen können sich allerdings eine Welt erträumen, in der bestimmte Probleme ausgeblendet werden. Die Finanzszene ist dazu definitiv in der Lage. Deshalb kann sich die logisch erscheinende Kursbewegung jederzeit in ihr Gegenteil wenden. Trotz fehlender positiver Wirtschaftsindikatoren geht die EIA (Behörde im US-Energieministerium) von einer Zunahme des weltweiten Ölverbrauchs in diesem und im nächsten Jahr aus. Dabei werden neue Höchstwerte des Bedarfs erreicht. Diese Prognose stellt die Ölpreisentwicklung in ein anderes Licht als die Entwicklung der Aktienkurse. Ein dramatischer Einbruch der Ölnotierungen ist selbst bei schlechter Konjunkturprognose unwahrscheinlich.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Aktienmärkte drehen aufwärts
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Nordsee-Öl fließt unzureichend
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: USA verlieren beste Bonität
Panik an den Börsen
US-Konjunktur läuft schlecht
Insgesamt hohe US-Bestände
Lieferung der freigegebenen strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise gaben gestern weiter nach. Heute Morgen ziehen sie an. Damit folgen sie der aktuellen Bewegung an den „Märkten“. Eine Richtung für die nächsten Tage muss man daraus noch nicht ableiten. Die Preise können durchaus weiter nachgeben. Die große Linie wird nicht vom kurzen Aufflackern steigender Notierungen an den Börsen bestimmt, sondern von den Aussichten für die Ölversorgung. Und die ist in der Tat nicht üppig. Üppig ist allerdings die aktuelle Versorgung. Deshalb gibt es ein gewisses Abwärtspotenzial. In Deutschland beginnen die Konzerne aufgrund der plötzlich einsetzenden Heizölnachfrage bereits, Knappheit in einigen Lagern zu melden. Das ist ein sehr konkreter Umstand für partielle Preissteigerung. Die Suche nach einem günstigen Kaufmoment bleibt spannend. Man sollte die Preise eng verfolgen. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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