Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Russland doppelzüngig

Was nun, ist man geneigt zu fragen, wenn man die Widersprüche Russlands in ihrer Ausstoßpolitik vernimmt. Doch eigentlich ist Frage überflüssig. Denn das neue Russland betreibt ein auf Wachstum programmiertes Ölgeschäft. Das Land ist auf dem besten Weg, die Nummer Eins der Öl exportierenden Länder zu werden. Einige russische Gesellschaften steigern aggressiv ihre Förderungen. Und die werden sich nicht durch eine Preisdelle von ihrem Weg abdrängen lassen. Im Gegenteil, diese Delle könnte sogar noch unliebsame Konkurrenten ausschalten. Auf der Strecke blieben die Unternehmen, die nicht in der Lage sind, zu genügend niedrigen Kosten zu produzieren.

Die öffentlichen Stellungnahmen Russlands zur Kürzung dienen in erster Linie der OPEC zur Gesichtwahrung. Die Kürzungen haben den Produzenten wirklich etwas gebracht, wie man jetzt erkennen kann. Den Löwenanteil der Kürzungen hat mal wieder die OPEC geschultert. Da die aber nach vielen Alleingängen müde wurde und nun eine Allianz verlangte, bekam sie sie auch, wenigstens verbal. Ein Trost, dass Norwegen, Oman und Mexiko wenigstens mit realen Kürzungen zur Seite stehen.

Heute treffen sich die Herren der OPEC in Wien. Vermutlich werden sie die Förderquote nicht ändern. Eventuell werden sie sogar für den Sommer eine Steigerung ins Auge fassen. Denn nachdem viele Zeichen für eine Erholung der Konjunktur sprechen, wittert man Morgenluft, wieder mehr Geld durch mehr Menge verdienen zu können. Wohin der Preis sich beim Drehen der Mengenschraube bewegen wird, bleibt spannend.

Im Augenblick stehen die Zeichen deutlich auf Preissteigerung. Wir warten nur auf eine etwas spürbarere Gegenreaktion, bevor der nächste Schub greifen wird. Gestern war annähernd Stillstand angesagt. Der Markt konnte sich weder für einen klaren Rücksetzer noch für einen weiteren Anstieg entscheiden.

Unser Heizölpreis schloss gestern etwas tiefer. Heute Morgen hat er die leichte Verbilligung bereits wieder annulliert. Es kommen schwere Zeiten auf sparsame Verbraucher zu .

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