Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Russland liefert mehr Öl

Gestern bekamen die Ölhändler an den Terminmärkten wieder Stoff von den Nachrichtenagenturen. Aus Russland kam die Meldung über eine Steigerung der Ölproduktion. Im zweiten Quartal 2003 soll sie um 10,4% höher liegen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Produktionsleistung beträgt aktuell 8 Mio. Barrel pro Tag. Die Nachricht passt hervorragend zur grundsätzlichen Stimmung der Händler, die mehrheitlich einen leicht überversorgten Markt sehen. So nahmen sie sie als Anstoß den tags zuvor durchgesetzten Preisanstieg zu annullieren. Rohöl fiel um rund einen Dollar.

Über den Ölausstoß der OPEC für den Monat April gibt es eine erste Schätzung. Analysten sehen ihn mit 26,15 Mio. Barrel pro Tag knapp unter der Produktion vom März. Sie betrug 26,25 Mio. Barrel pro Tag. Gegen die allgemeine Meinung vom überversorgten Markt steht die Schätzung der irakischen Förderung. Sie betrug im März noch 1,45 Mio. Barrel pro Tag. Für April geben die Analysten den Wert 0,16 Mio. Barrel pro Tag an. Damit fehlt dem Markt ein beachtlicher Teil des Angebots, zu dem sich Fehlmengen aus Nigeria und Venezuela gesellen.

Die Widersprüchlichkeit der einzelnen Angaben schlägt sich in der Preisentwicklung nieder. Der auf Grund der vorherrschenden Meinung über eine Überversorgung erwartete Abwärtstrend bildet sich nicht aus. Statt dessen entwickelten sich die Preise in den letzten Wochen seitwärts. Es fehlen weiterhin eindeutige Impulse, die einen Abwärtstrend rechtfertigen.

Heute Morgen fällt der Gasölpreis. Mit 211,50$ pro Tonne erreicht er zwar ein Ein-Monats-Tief. Die Bewegung dort hin ist aber alles andere als überzeugend. Aus ihr lässt sich die Erwartung über einen kräftigen Fortgang der fallenden Preise nur dürftig ableiten.

Unsere Heizölpreise geben ebenfalls etwas nach. Im Vergleich zum Gasöl lässt sich hier schon eher ein Abwärtstrend ausmachen. Der hat seinen Ursprung allerdings nicht in der Ölpreisbildung am Weltmarkt sondern in der Dollarparität zum Euro. Die fällt nämlich seit Wochen recht konstant. Unabhängig von der weiteren Entwicklung sehen wir die aktuellen Preise auf einem sehr verbraucherfreundlichen Niveau. Sie sind in jedem Fall zum Kauf geeignet.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen