Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Saudi Arabien drückt weiter auf den Preis

Die Voraussetzungen für weiter fallende Ölpreise sind gut. Saudi Arabien betont immer wieder, dass es daran interessiert sei. Als Zielmarke werden 100 Dollar pro Barrel Brent angegeben. Derzeit steht der Preis bei 111,74 Dollar. Die Überproduktion wird aufrecht erhalten. Zusammen mit unbefriedigenden Wirtschaftsdaten und der daraus resultierenden Skepsis zum Nachfragewachstum ergibt sich eine moderat bärische Grundkonstellation an den Börsen. Solange das Embargo gegen den Iran, das im Juli in Kraft treten soll, in Aussicht steht, werden die Ölpreise mit angezogener Bremse sinken. Falls die kommenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm eine Annäherung der Positionen bringen sollten und das Embargo aufgehoben würde, könnte es einen Abwärtsruck der Preise geben. Selbst diese Aussicht beunruhigt die OPEC nicht. Sie rechnet fest damit, dass die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte anziehen wird und längerfristig die Gefahr wirtschaftsschädlich hoher Ölpreise bestehen bleibt. Preisrückgänge, wenn sie kontrolliert durch Mengensteuerung erfolgen, sind eine strategische Maßnahme zur Stabilisierung des Wirtschaftssystems. Sie dienen der Verhinderung eines erneuten Finanz- und Wirtschaftscrashs.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Irans Ölangebot auf 20-Jahres-Tief
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Iran
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran ab Juli

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Unbefriedigende Konjunkturdaten vieler Industrieländer
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern
Überschüssiges US-Rohöl steht ab Mitte Mai dem Weltmarkt zur Verfügung
Hohe Ölbestände weltweit
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Sie halten damit den kurzfristigen Abwärtstrend aufrecht. Mehr als das halten sie vor allen Dingen die Chance auf einen Knick des langfristigen Aufwärtstrends am Leben. Die in der letzten Woche formulierte Hoffnung auf eine zweite Abwärtswelle scheint in Erfüllung zu gehen. Sie würde Zielpreise unterhalb von 85 Cent pro Liter bei 3000 Liter Bestellmenge ermöglichen. Zu neuen Zielprognosen der Heizölpreise lassen wir uns aber erst hinreißen, wenn der Knick tatsächlich eintritt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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