Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Schön war die Zeit

Manager der großen Ölkonzerne erwarten Nachfrage- und Preissteigerungen. Die Statistikabteilungen von OPEC, EIA und IEA sind zurückhaltender. Sie reduzieren die aktuellen Prognosen geringfügig. Investmentbanker senken die Preiserwartungen an Ölpapiere ebenfalls. Auf das staatliche Austeilen von Geld reagieren sie dennoch wie der Pawlowsche Hund. Bereits die Ankündigung wird in Preissteigerungen umgesetzt. Staatsgeld wird der Finanzindustrie demnächst im Überfluss zur Verfügung stehen. Über Bankenkapitalisierung, EFSF und EFM werden noch größere Summen nicht werthaltigen Geldes als je zuvor in das Finanzsystem gepumpt. Sie wollen angelegt werden. Dabei wird kaum ein Weg an der Teuerung von Öl vorbeiführen. Dass das slowakische Parlament heute Nacht die Ausweitung des EFSF und die Installation des EFM ablehnte, ehrt sie. Es wird die kollektive Übereignung europäischer Politik an die Finanzindustrie aber nicht verhindern. Das kritiklose Abnicken unerklärter Maßnahmen zur vermeintlichen Heilung eines aus den Fugen geratenen Geld- und Finanzwesens durch Volksvertreter, die für die Beschäftigung mit der Materie bezahlt werden, offenbart ihre grenzüberschreitende Korrumpierbarkeit. Bis heute hat kein maßgeblicher Politiker, Frauen eingeschlossen, einen Plan vorgelegt, nach dem sich das aufschaukelnde Finanzdesaster beenden ließe. Die stereotype Aussage auf die Frage, zu was die bewilligten Gelder dienen sollen, lautet, dem Erkaufen von Zeit. Es kann sich nur um eine schöne Zeit handeln. Dem Studium der Sache und dem Gebären von Innovation wurden die seit drei Jahren bereitgestellten Gelder jedenfalls nicht gewidmet. Sollte sich das nun ändern?

preistreibende (bullische) Einflüsse: Geldspritze für Europas Banken
Keine schlechten Konjunkturdaten in den USA
Mögliche Aufstockung des EFSF
US-Bestandsdaten
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
Griechenland vor Pleite
US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Markt gut mit Öl versorgt

Unsere Heizölpreise steigen. Sie reagieren auf die großzügige Bereitwilligkeit der Politik, die Finanzindustrie mit immer mehr Geld auszustatten. Diese Bereitwilligkeit wird die strukturelle Unzulänglichkeit des Finanzsystems für einige Zeit vergessen lassen. Die Wirtschaft wird sich weniger schlecht entwickeln als erwartet. Die Ölpreise könnten sogar Flügel bekommen. Verbraucher müssen sich wahrscheinlich mit Peanuts aus kleinen Preisschwankungen zufrieden geben. Um temporäre Rückgänge der Heizölpreise aufzuspüren, kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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