Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Schlechte US-Wirtschaftsdaten

Die Preise sind gestern im Laufe des Tages gefallen. Obwohl die Bestandsdaten vom Mittwoch noch eine neue Hochpreis-Rallye entfachten, weil diese auf einen starken Benzin-Konsum der US-Bürger schließen ließen, verfielen die Preise gestern mit jeder neuen Meldung über die US-Konjunktur. Die Effekte auf den Ölpreis sind deswegen so gravierend, weil die Charttechnik dahinter steht. Ohne Rücksicht auf die Entwicklung in China, Indien oder Brasilien, ohne Thematisierung des Iran-Konflikts oder der Schwierigkeiten in Nigeria, ohne Berücksichtigung von Peak Oil werden Kauf- oder Verkaufssignale automatisiert umgesetzt. Und dann reichen Arbeitsmarktzahlen der USA, die den Preis unter einen gewissen Betrag drücken und schon schlagen die Systeme los. Das geht in die eine, wie in die andere Richtung. Heute hatte der deutsche Verbraucher Glück. Der Dollar fällt ebenfalls wegen der schwächeren Konjunkturaussichten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
Atomstreit mit dem Iran
Hochpreisprognosen durch Öl- und Investmentwirtschaft
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Arbeitsmarktdaten schlecht
FED-Report zur US-Wirtschaftslage
EIA und IEA senken Nachfrageprognosen
Rückgang der OECD-Nachfrage
China setzt Inlandspreise für Ölprodukte herauf
Charttechnik: Abwärtstrend der Ölpreise

Unsere Heizölpreise sind wieder gefallen. Sie haben wieder die Zone erreicht, in der sie als günstig betrachtet werden müssen. Die Chancen, dass die Preise weiter fallen, sind nicht schlecht. Sollte sich das Eintrüben der US-Konjunktur bestätigen, könnte der Ölpreis weiter fallen. Alle anderen Faktoren müssten aber entweder gleich bleiben oder sich auch ins Positive wenden. Wer sicher sparen will, muss seinen Verbrauch senken.

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