Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Schluss mit Preismanipulation

Die Preise bewegen sich seitwärts. Mit etwas Wohlwollen kann man sogar die Tendenz zu rückläufigen Preisen erahnen. Die bullische Euphorie ist für den Moment verflogen. Einen Zusammenhang zu fundamentalen Umständen herzustellen, wäre konstruiert, weil diese zu unbedeutend für den Gesamtmarkt sind. Gleichwohl sind diese Umstände die eine oder andere Tagesnachricht wert. Zu nennen wäre hier die einseitige Steigerung der saudiarabischen Produktion um einen kaum nennenswerten Betrag und die Einführung von Handelslimits auf den Terminkontrakt für WTI (Texas Öl). Er gilt als Motor der Spekulation. Die Aufsichtsbehörden glauben, auf diese Weise Preismanipulationen einschränken zu können. Die Behörden gestehen ein, dass solche Manipulationen bisher möglich waren. Da man davon ausgehen muss, dass sich spekulative Kreativität in einem prinzipiell freien Markt durchsetzt, dürfte der gut gemeinte Ansatz wenig Effekt zeigen. Dass der für die reifen Industrieländer prognostizierte Nachfragerückgang angesichts der Nachfrage in den Schwellenländern einen preisdämpfenden Gesamteffekt hat, ist genauso wage wie die Erwartung, dass der Dollar bei einer Zinserhöhung steigt und so den Ölpreis dämpft. Eine Zinserhöhung steht schließlich auch für den Euro an. Die Notenbanken müssen allerorten auf zunehmende Inflation reagieren.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Banken und Analysten heben Preisprognosen an
Israel droht dem Iran wegen des Atomprogramms
OPEC lehnt Produktionserhöhung ab
Hurrikansaison in den USA
Terrorbedingter Produktionsausfall in Nigeria
Chinas Nachfrage wächst weiter
Produktionskosten steigen rasant
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe vor 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudi Arabien bietet mehr Öl und einen Ölgipfel an
Aufsichtsbehörden um Dämpfung der Spekulation bemüht
Saudis steigern Produktion
Rückgang der US-Nachfrage erwartet
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC baut Förderkapazitäten aus
Hohes Reservepotenzial im Irak

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Der Rückgang ist allerdings gering. Er ist mehr für das Gemüt als für die Geldbörse. Verbraucher warten nach wie vor auf den großen Fall. Der wird aus heutiger Sicht nicht kommen. Das Warten hat viele leere Tanks zur Folge. Die zwingen nicht nur zu kaltem Duschen. Sie erzwingen häufig auch eine Heizungswartung, weil Ablagerungen in die filigrane Brennertechnik geraten sind und diese lahm legen. Solche Ablagerungen befinden am Boden eines Tanks. Von dort werden sie bei extremem Tiefstand angesogen und in den Brenner befördert. Fazit: Fahren Sie Ihren Tank niemals ganz leer. Das wird doppelt teuer. Wenn Sie keine Möglichkeit haben, Ihren Tankinhalt zu erkennen, empfehlen wir Ihnen unseren

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