Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Schluss mit Trübsal blasen

Finanzjongleure vergaßen ihre Sorgen über Staatsschulden und Geldsysteme. Sie ließen es gestern mal wieder richtig krachen. Dabei hievten sie die Ölwerte um rund fünf Prozent in die Höhe. Dem einen geben sie es, dem anderen nehmen sie es. In diesem Fall war der andere der Dollar. Er verlor knapp zwei Prozent. Formal sind die Trends noch in Ordnung, Ölpreis abwärts, Dollar aufwärts. Angesichts der Wucht, die die Gegenbewegungen haben, könnte sich das bald ändern. Hierzu muss die Finanzszene die Gewichtung ihrer Lagebeurteilung nur ein wenig trimmen, Blick auf Staatsschulden reduzieren, Enthusiasmus für positive Wirtschaftsdaten steigern. Die jüngsten Daten aus dem Ölmarkt reden sie sich bereits schön. In eigentlich neutralen US-Bestandsdaten sehen sie steigenden Benzinverbrauch. Das US-Energieministerium ermittelte für März folgende Verbrauchsentwicklungen gegenüber dem Vorjahr: Rohöl +2,1 Prozent, Benzin -2,5 Prozent, Heizöl und Diesel +3,6 Prozent. Darin kommen ungewöhnlich kühle Temperaturen zum Ausdruck sowie wachsende Exporte von Dieselkraftstoff. Das Land entwickelt sich gerade von einem Benzinimporteur zu einem Dieselexporteur. Diese Tatsache kann den starken Anstieg des Engagements in Heizölfutures begründen. Auf den Wärmemarkt lässt er sich vernünftigerweise nicht zurückführen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Positive Konjunkturdaten
Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
Schwache Konjunkturdaten aus China
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl

Unsere Heizölpreise schießen in die Höhe. Die Ölbörsen geben ihnen den Treibstoff. Der Devisenmarkt bremst ein wenig. Die günstige Kaufgelegenheit ist vorbeigezogen. Wer sie bewusst ziehen ließ, hat sich für eine aggressiv spekulative Variante im Umgang mit der Preisentwicklung entschieden. Nun muss die Hoffnung tragen, dass die Finanzszene in naher Zukunft abermals von Überschuldungssorgen und Crashphantasien geplagt wird. Abwegig ist das nicht. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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