Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Schock in schwerer Not

Unter den zahlreich auf den Markt geworfenen Konjunkturzahlen waren gestern wieder viele schlechte. Am schlechtesten wurde der Einkaufsmanagerindex aus China beurteilt. Er sank auf den niedrigsten Wert seit dem gefühlten Höhepunkt der Finanzkrise im Februar 2009. Die Wirtschaft scheint in einer tiefen Krise zu stecken. Entweder hat die deutsche Industrie das übersehen oder die verfügbaren Konjunkturdaten sind das falsche Maß. Zahlen scheinen in der Finanzszene ohnehin eine unscharfe Größe zu sein. Nach der 50-Mrd.-Euro-Unschärfe bei der Hypo Real Estate wird nun über das Fehlen von 700 Mio. Dollar beim Pleite-Broker MF Global berichtet. Dieser Fall wird nicht vom Finanzminister, sondern vom FBI untersucht. Konjunkturzahlen waren gestern nicht das einzige Problem der Finanzszene. Schlimmer traf sie die Nachricht, dass der griechische Ministerpräsident Papandreou nicht mehr ausschließlich EU-Belange zum Maßstab seines Handelns erklärt, sondern das Volk mitentscheiden lassen will. Nun hat es die Wahl zwischen Pest und Cholera. Diese Wahl ist immerhin demokratisch, was man über die Maßnahmen zur Wahrung von Bankeninteressen nicht sagen kann. Der Demokratieschock ließ die Börsen beben. Aktienkurse und Euro setzten die Talfahrt fort. Ölnotierungen hielten sich relativ schadfrei. Sie sind im gegenwärtigen Desaster so etwas wie eine stabile Größe.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Freundliche Konjunkturdaten aus den USA
US-Bestände sinken
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrageprognosen gesenkt
US-Nachfrage sinkt
Griechenland schockt die Finanzszene
Libyen baut Produktion rasch wieder auf
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise steigen. Ursächlich ist der Wertzuwachs beim Dollar. Dieser ist nicht die Anerkennung solider Haushaltsführung, sondern Ausdruck eines kleineren Übels, als das der Dollar von Spekulanten angesehen wird. Mit etwas Pech kommt Öl auch noch in diesen Genuss. Dann könnte Heizöl trotz schwersten Turbulenzen im Geld- und Finanzsystem sogar deutlich teurer werden. Es liegt in der Natur von Turbulenzen, dass man den weiteren Verlauf der Bewegung nicht berechnen kann. Die Spekulation auf tiefere Heizölpreise ist zum reinen Bingospiel verkommen. Wer sichere Einsparungen sucht, muss am eigenen Verbrauch arbeiten. Das geht nicht ohne Anfangsinvestition. Dafür ist der Erfolg garantiert. Hier ist ein Beispiel für so eine Einsparungsinvestition.

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