Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Schulökonomie trifft nicht zu

Der Ölpreisanstieg nimmt seinen Lauf. In Presse, Funk und Fernsehen, ja selbst in der Schule wird er mit steigender Nachfrage begründet. Richtig ist, dass die Nachfrage steigt. Falsch ist, dass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage aus dem Lot gerät. Das Angebot steigt nämlich auch. Auf absehbare Zeit ist die Welt gut mit Öl versorgt. Insofern ist die allgemeine Begründung des Ölpreisanstiegs unkorrekt. Der Ölpreis steigt, weil zu viel Geld nach renditeträchtiger Anlage sucht. Dabei werden Anlagen bevorzugt, die halbwegs sichere Gewinne versprechen. Öl, Gas und Lebensmittelrohstoffe sind solche Anlagen. Wenn unsere auf hemmungslosen Konsum ausgerichtete Wirtschaft einigermaßen läuft, ist die These vom nahen Ende der Rohstoffgrundlagen ein medialer Selbstgänger. Der bietet Finanzjongleuren das perfekte Klima, um Geldströme in eben diese Rohstoffe zu locken. Was sollen sie also anderes machen, als zu steigen und zwar unabhängig vom realen Verhältnis von Angebot und Nachfrage? Der Darbietung konnten wir in 2007 und 2008 bereits beiwohnen. Sie wird in 2011 und 2012 vielleicht noch eindrucksvoller werden, weil mittlerweile noch mehr Geld im Finanzsystem steckt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Freundliche Konjunkturdaten für die USA
Asien fragt mehr Ölprodukte nach
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
OPEC erhöht Preisziel
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Alaska Pipeline weitgehend geschlossen
Winterliches Heizen
Finanzsystem bekommt alle erdenkliche Hilfe

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China wird Leitzins anheben müssen
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Euroraum im Schuldendrama

Unsere Heizölpreise steigen rasant. Das Tempo übertrifft die Erwartungen. Ursächlich sind steigende Ölnotierungen. Vom Dollar kommt kaum Entlastung. Die Lage am Ölmarkt ist recht entspannt. Am Finanzmarkt hingegen läuft alles auf Party hinaus. Dort liegt die Ursache für die Preissteigerung. Diese Ursache wird vor dem nächsten Finanzcrash nicht beseitigt werden. Insofern wird die grundlegende Preisrichtung erhalten bleiben. Preiseinbrüche sind allenfalls nach besonders erbarmungslosen Preisanstiegen zu erwarten. Sie werden die grundsätzliche Richtung aber nicht infrage stellen. In dieser Lage kann die rationale Kaufempfehlung nur lauten, lieber früher als später tanken. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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