Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Schuld ist das Benzin

Gestern verteuerte sich Öl rund 4%. Ausgelöst wurde dieser Sprung von übertriebenen Emotionen der Händler nach den jüngsten Berichten von API und DOE über die US-Ölvorräte. Sie wiesen unerwartete Rückgänge aus. Am deutlichsten fiel danach der Rohölpegel ab. Die Emotionen stimulierte allerdings der Benzinrückgang. Die Märkte nehmen nun in der Tat das wahr, das sich seit geraumer Zeit abzeichnete. Der Benzinvorrat geht stetig zurück und könnte bald zu einem Engpass führen. Wir wiesen mehrfach auf ein entsprechendes Szenario hin.

Eine Verknappung bei Benzin würde den gesamten Markt in Unsicherheit bringen und so allgemeine Preissteigerungen bewirken. Die Situation wäre vollkommen unabhängig von der Rohölversorgung, da in diesem Fall die Raffinerien den Engpass darstellen. Schlimmstenfalls werden die Märkte mit Rohöl überschwemmt und dennoch fehlt beim Verbraucher der Kraftstoff.

Einen Vorgeschmack dessen, was bei einer Benzinverknappung passieren kann, zeigte der Markt gestern im Bezug auf Heizöl. Der Vorrat legte gegen den Trend deutlich zu und dennoch stiegen die Preise.

Bis Benzin zur Mangelware wird, kann allerdings noch viel geschehen. Daher sollte die gestrige Reaktion als übertrieben angesehen werden. Sicherlich trug auch der Umstand, dass eine große Raffinerie in den USA ausgefallen ist, mit zu der Heftigkeit der Preisbewegung bei. Interessanterweise findet dieser Anstieg in einem Moment statt, in dem der Markt eigentlich auf sinkende Preise eingestellt ist. Auch das deutet darauf hin, dass ein Teil des Anstiegs wieder zurückgenommen wird. Insgesamt gehen wir derzeit eher von sich seitwärts entwickelnden Preisen aus.

Gasöl gewann gestern im Tagesverlauf deutlich an Wert. Heute Morgen wurde ein kleiner Teil der Gewinne wieder abgegeben. In Rotterdam kostet die Tonne aktuell 212,25$.

Unser Heizölpreis kann natürlich nicht anders, er steigt. Dabei ist es durchaus möglich, dass der Lauf von gestern noch ein Nachspiel in Form weiterer Anstiege hat. Auch das kann ein Effekt der Trägheit sein, die unser Heizölpreis gegenüber dem Weltmarkt hat.

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