Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Schuldenschnitt wird salonfähig

Die Bundeskanzlerin warnt bereits, dass beim morgigen Spitzentreffen der Euro-Länder kein großer Wurf herauskommen wird. Das kann auch niemand ernsthaft erwartet haben. Die Erwartungen der Börsen gehen eher in die Richtung, dass noch mehr Geld für Griechenland zur Verfügung gestellt wird, dass ein symbolischer Beitrag aus dem privaten Bereich dadurch geleistet wird, dass günstige Tauschoptionen ausgegeben werden und Solidarität geübt wird. Der Tausch von fälligen Anleihen mit länger laufenden Anleihen wird immer häufiger zur Beteiligung des privaten Sektors verklärt, weil durch den Tausch auf die sofortige Rückzahlung verzichtet wird. Das ist zwar richtig, aber den Schuldentitel behält der Private. Dazu hat er eine garantierte hohe Rendite für die dann geltende Laufzeit der Anleihe. Immer noch ein sehr gutes Geschäft. Ein echter Schuldenschnitt und damit eine Beteiligung des privaten Sektors würden vorsehen, dass ein Teil der Anleihen verfällt. Der große Wurf könnte nur in einer Regelung über ein Insolvenzverfahren von Euro-Staaten liegen. Dass eine solche Regelung kommt, ist so gut wie ausgeschlossen. Es stehen also weitere Jahre mit Krisen bevor, in denen jedes einzelne Land des Euro-Raums auf den Prüfstand gestellt wird und unter Druck geraten kann. Übrigens, auch Deutschland wird seine Schulden niemals ganz zurückzahlen. Die Naivität derer, die meinen, dass dies auch nicht nötig sei, ist so grenzenlos, wie ein Schuldenberg durch den Zinseszins-Effekt. Das Wachstum der deutschen Wirtschaft ist aber nicht grenzenlos. Unabhängig davon warten die Märkte ab. Sie erwarten die entsprechenden Zusagen der Euro-Länder für Griechenlands Schulden. Heute kommen die wöchentlichen US-Bestandsdaten heraus. Sie werden wahrscheinlich belegen, dass der Verbrauch von Ölprodukten in den USA zugenommen hat. Immerhin haben dort die Ferienzeit und damit die Fahrsaison begonnen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Geringe Benzinnachfrage in den USA
Insgesamt hohe US-Bestände
Freigabe von strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise zogen erneut an. Gute US-Konjunkturzahlen haben die Ölkurse steigen lassen. Die gestrige Rede des US-Präsidenten Obama hat ebenfalls die Hoffnung auf eine Lösung im US-Schuldenstreit beflügelt. Alles in allem sieht es so aus, als würde in den nächsten zwei Wochen wieder mehr Geld in den Umlauf kommen. Damit würden die Ölpreise weiter steigen. Man sollte die Heizölpreise eng verfolgen, um kurzfristige Einbrüche nicht zu verpassen. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Hierfür können wir ein Heizsystem empfehlen, das eine spätere Umstellung des Brennstoffs ermöglicht. Heizung modernisieren!

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