Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Schuldenstreit ohne Ende

Langsam kommen auch kritische Stimmen durch den Kanon des medialen Freudentaumels über das neue Griechenland-Paket durch. Zeitgleich ist der Euro bereits wieder geschwächt. Er wird im Verhältnis zum Dollar nur durch den US-Streit über die Anhebung der Schuldenobergrenze gestützt. Das Geschacher um eine gesetzliche Regelung ist kaum noch nach zu vollziehen. Insbesondere der radikale Flügel der Konservativen aus der Tea-Party-Bewegung lässt keine Steuererhöhungen zu, will aber Einschnitte in das soziale System. Dass neben diesen grundsätzlichen Fragen auch noch taktisches Kalkül wie der Zeitpunkt einer erneuten Diskussion eine wichtige Rolle spielen, versteht sich von selbst. Dennoch wirkt die Auseinandersetzung bizarr, zugleich fundamentalistisch und pathetisch wie eine US-Fernsehshow. Die Rating-Agenturen weisen schon jetzt auf mögliche Folgen dieser langen Diskussion hin. Wahrscheinlich erfahren die USA sowieso eine Abwertung. Was darauf am Finanzmarkt passiert, kann niemand vorhersagen. Viele Finanzmarktverträge und –produkte gehen wie selbstverständlich in ihren Grundlagen von einer Bestnote für die USA aus. Diesen Konstruktionen könnte so der Boden unter den Füßen weggegezogen werden. Heute Morgen sind die Devisenmärkte uneinheitlich. Die Ölbörsen geben leicht nach. In Tokio gab der Aktienindex Nikkei wegen des US-Schuldenstreits bereits etwas nach.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Geringe Benzinnachfrage in den USA
Insgesamt hohe US-Bestände
Freigabe von strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise zogen am Freitag wegen erster Gewinnmitnahmen beim Euro bereits wieder leicht an. Der Beschluss der neuen Griechenlandhilfe ließ das Börsencasino weiter unbehelligt spielen. Der US-Schuldenstreit könnte sich böser auf die Aktien- und Ölkurse auswirken. Ob tatsächlich eine Rating-Agentur den Mut hat die USA abzustufen, bleibt abzuwarten. Wir gehen zunächst davon aus, dass nach dem großen Politik-Theater die USA ausreichend mit Geld versorgt sind und die Heizölpreisentwicklung neben tagesaktuellen Auf- und Abwärtsbewegungen mehrheitlich seitwärts tendiert. Um kurzfristige Einbrüche nicht zu verpassen, empfehlen wir unseren kostenlosen Preisalarm. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Hierfür können wir ein Heizsystem empfehlen, das eine spätere Umstellung des Brennstoffs und eine jederzeitige Zuschaltung von Solarkollektoren ermöglicht. Heizung modernisieren!

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