Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Schwache Konjunktur und schwacher Gipfel

Während sich in den USA, auch wegen der niedrigen Nachfrage nach Benzin, Diesel und Heizöl, Vorahnungen einer schwachen Konjunktur breit machen, schwächt der Streit zwischen Paris und Berlin den Eurokurs. Die Ölnotierungen sind am Freitag gefallen. Ausgelöst wurde der Abgang durch schwache Konjunkturdaten und einem Ausblick auf den eben genannten, geringeren Verbrauch an Ölprodukten. Befeuert wurde er allerdings erst durch automatische Verkaufsorders und der spekulativen Angst, am heutigen Montag sogenannte Longkontrakte nur noch mit Verlust absetzen zu können. Leider schlägt dieser Verlust in Deutschland nicht vollends zu Buche, weil die offensichtliche Uneinigkeit zwischen Paris und Berlin verstörend ist. Zwar mag die Entscheidung bei der Bankenkontrolle Qualität vor Schnelligkeit walten zu lassen (Position Berlin) richtig gewesen sein, aber dass die Protagonisten Merkel und Hollande es nicht zu Stande bringen, eine gemeinsame Position im Vertrauen zu finden, verunsichert die Märkte. Die Lage um den Euro ist alles andere als gesichert und da ist es nur schwer nachvollziehbar, dass die führenden Nationen nicht enger zusammenarbeiten – wenigstens in der Kommunikation. Was sollen denn internationale Investoren davon halten, dass der französische Präsident Hollande der deutschen Kanzlerin, ob zu Recht oder zu Unrecht, Wahlkampftaktik unterstellt?

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung der Notenbanken
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Spekulationen über iranische Attacken gegen Ölwege

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Hohe US-Rohölbestände
OPEC produziert über Quote
Ölangebot hoch
Chinas Wachstum wird langsamer
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise fallen trotz des schwachen Eindrucks des Euro-Gipfels ein wenig. Langfristig scheint wenig für einen Abgang der Preise zu sprechen. Bezogen auf die letzten zwölf Monate bewegen sie sich auf hohem Niveau und haben Spielraum nach unten. Schaut man allerdings auf die letzten drei Monate, wird deutlich, dass nicht viel zu gewinnen ist. Außerdem haben wir aktuell bereits einen kleinen Preisnachlass erfahren dürfen. Achten Sie darauf, dass Sie noch genug Heizöl im Tank haben. Die Mehrkosten für eine Notbelieferung werden Sie wahrscheinlich in den nächsten Wochen nicht einsparen können. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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