Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Schwache Leistung

Sie haben es versaut. Die Verhandlungen zur iranischen Atompolitik sind gescheitert. Das Angebot des Westens war einfach zu billig. Flugzeugersatzteile und Hilfe bei der Atomstromerzeugung gegen die Preisgabe des Herrschaftsinstruments der eigenen Atomtechnologie mit allen Optionen einschließlich der Bombe sind für ein autoritäres Regime nachvollziehbar unakzeptabel. Nicht mal die Ölsanktionen wurden vom Westen als Verbesserung des Angebots zur Disposition gestellt. Nun hat Israel wieder die Möglichkeit, für seine kategorische Position zu werben. Das wird den Ölpreisen tendenziell Auftrieb verschaffen. Endgültig ist der Deckel noch nicht über der Atomaffäre geschlossen. Am 18. Juni wird erneut verhandelt. Dass der Preisauftrieb gestern moderat verlief, ist der üppigen Versorgungslage und den schwachen Konjunkturaussichten zu verdanken. Mittlerweile wird die Schwäche sogar in Chinas Wirtschaftsdaten erkennbar. So sanken die Ölimporte seit Februar stetig um zehn Prozent. An der Versorgung gedenkt die OPEC trotz des Überschreitens der selbst gesetzten Förderbegrenzungen nichts zu ändern. An der Konjunktur können OECD und andere Staaten wenig ändern, da das Geld- und Finanzsystem bei weiterer Steigerung der Verschuldung auseinander zu brechen droht. So bleiben die Ölpreise unter einem gewissen Abgabedruck, der aber um eine entscheidende Komponente, die des Irans, reduziert wurde.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Atomverhandlungen gescheitert
Irans Ölangebot auf 20-Jahres-Tief
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturprognosen
Schuldenkrise in den alten Industrieländern
USA öffnen Süd-Pipeline zum Abbau überschüssigen Rohöls im Zentrallager
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern

Unsere Heizölpreise steigen. Gestern kam der Auftrieb von den Ölnotierungen und vom Dollar. Beide Anteile waren relativ schwach. In Summe ergibt sich trotzdem Zählbares. Die weiteren Aussichten sind indifferent. Der kurzfristige Abwärtstrend ist intakt. Die aktuelle Gegenbewegung befindet sich vollkommen im Trend. Sie ist allerdings auch konform mit dem langfristigen Aufwärtstrend. So besteht die latente Gefahr, dass dieser wieder Oberhand gewinnt. Dazu trägt nicht zuletzt die misslungene Verhandlung über das iranische Atomprogramm bei. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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