Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Schwarz malen und schön zeichnen

An den Aktienmärkten war gestern „Wehe wenn sie losgelassen“ angesagt. Der Übermut schlug auf die Ölpreise durch. Bevor er sich dort richtig ausbreiten konnte, wurden die Markteilnehmer auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Dazu genügten ein paar Zahlen der EIA (Statistikbüro des US-Energieministeriums) über den prognostizierten Ölverbrauch. Der wurde erneut herabgestuft. Während die letzte Schätzung noch -2,0 Prozent in 2009 für die USA vorsah, beträgt diese nun -2,2 Prozent. Für den weltweiten Ölverbrauch senkt die EIA die Prognose von zuvor -0,9 auf nun -1,6 Prozent. Die Preisschätzung für das Barrel Rohöl wurde auf einen Durchschnittswert von 42 Dollar für das laufende Jahr gesetzt. Den Zahlen ist nicht der geringste Anflug von Besserung der Wirtschaftslage zu entnehmen. Die Ölhändler quittierten das, anders als die Aktienleute, realistisch. Sie sorgten für fallende Kurse. Damit bleiben die Notierungen ihrem Seitwärtstrend weitgehend treu. Bemühungen der OPEC, den Preisen durch Mengenanpassung auf die Sprünge zu helfen, werden aller Voraussicht nach auch in der nächsten Runde verpuffen. Seitwärts hält sich zudem die Kursentwicklung beim Dollar. Die Aktienrallye zog die US-Währung abwärts. Die Bewegung dürfte nur von kurzer Dauer sein.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Konjunkturpaket
US-Benzinverbrauch gestiegen
OPEC Exporte gefallen
Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Weltweite Nachfrage sinkt
Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise geben leicht nach. Insgesamt folgen sie einer seitwärtsgerichteten Tendenz. Es ist durchaus möglich, dass dabei neue Preistiefs erreicht werden. Einen deutlichen Satz nach unten erwarten wir in den nächsten Wochen nicht. Nach unserer Einschätzung spiegeln die Preise die fundamentale Lage am Ölmarkt befriedigend wider. Die Nachfrage im Binnenmarkt bleibt belebt. Gleichwohl kehren die zuvor sehr langen Lieferzeiten langsam zur Normalität zurück. Trotz der attraktiven Preise empfehlen wir, sich vorausschauend mit dem eigenen Verbrauch zu beschäftigen, um diesen mittelfristig zu senken. Das ist der sicherste Weg, sich vor zukünftigen Preiskapriolen zu schützen. Schauen Sie hierzu mal auf www.esytrol.com.

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