Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Selten waren sie so bullisch wie heute

Die EZB pumpt Banken und Märkte mit noch mehr Geld voll, als die selbst verlangen. Damit will sie jede Form von Geldknappheit im Keim ersticken. Den Banken bleibt keine andere Wahl, als das Geld anzunehmen. Denn auch hier gilt die zweifelhafte „Maxime“, wenn wir es nicht machen, machen es die anderen. Dem marginalen moralischen Problem folgt das bedeutende wirtschaftliche Problem. Das Geld muss beschäftigt werden. Es ist gar nicht so leicht, genug Arbeit für so viel Geld zu finden. Große realwirtschaftliche Entwürfe, die nach Kapital rufen, gibt es kaum. Einer liegt auf der Hand, die Energiewende. Ihr wird gern unterstellt, sie rechnete sich nicht. Sie sei zu teuer. Deshalb investieren Banken lieber in Öl. Das ist bereits teuer und wird, weil es tendenziell knapp ist, noch teurer werden, insbesondere wenn darauf gewettet wird. Vernünftig ist das alles nicht aber real. Und es ist relativ sicher zumindest bis zum nächsten Finanzcrash. Die Begleitmusik zum Ölpreisanstieg wird durch die Iranaffäre gespielt. Dass Öl zuletzt dennoch etwas billiger wurde, liegt an der Rücknahme der gerüchtebedingten Preisexplosion vom Donnerstag.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EZB flutet Banken erneut mit Geld
Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen
Ausfall der Kanada-USA-Pipeline
Asiatische Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Freigabe der IEA-Reserven derzeit nicht erforderlich
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise dürfen ein wenig fallen. Den Ölnotierungen sei Dank. Der Dollar hält dagegen. Er steigt. Nach unserer Einschätzung wird die Situation keinen großen Gewinn für Verbraucher bringen. Im besten Fall bewegen sich die Preise mit moderaten Ausschlägen auf dem aktuellen Niveau seitwärts. Im schlechten Fall setzt sich der Aufwärtstrend in Kürze fort. Der Binnenmarkt funktioniert weitgehend störungsfrei. Er hat keinen nennenswerten Anteil mehr am hohen Heizölpreis. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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