Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Shell zieht Milliarden ab

Bevor einige Leser glauben, es ginge um den Heizölhändler um die Ecke, kommt gleich die Entwarnung. Der Shell-Händler Ihres Vertrauens hat mit den 15 Mrd. Dollar, die der Konzern aus dem Euro-Raum abziehen wird, nichts zu tun. Es ist allerdings bezeichnend, dass ein international agierender Konzern weitere Devisenverluste nicht mehr akzeptiert und in den vermeintlich sicheren Hafen der USA einläuft. Andere machen es ähnlich. Auch wenn die EZB gerade erst Griechenland vor einem erneuten Ausfall gerettet hat, bleiben die Anzeichen für einen Staatsbankrott bestehen und der Austritt aus der Euro-Zone noch im nächsten halben Jahr ist wahrscheinlich. Dann bricht Chaos in Griechenland aus, es wird abgewertet, aber schon recht bald könnte die griechische Tourismusbranche einen durch günstige Preise verursachten Boom erleben. Dies geschähe dann nicht zur Freude Spaniens und Italiens. Von solchen Gedanken weit entfernt zogen die Aktienkurse gestern erneut an. Im Schlepptau begünstigte dies auch die Ölbörsen. Glücklicherweise konnte auch der Euro etwas profitieren, sodass der erneute Anstieg der Heizölpreise gering blieb.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Zu viele Ölkäufer in Europa
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
OPEC-Produktion sinkt
Höhere Ölnachfrage im dritten Quartal erwartet
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Keine Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken
Iran findet Wege, den Boykott zu lockern
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise ziehen weiter an. Der Ölmarkt war hierbei der Taktgeber. Allerdings werden kaum Ölmarkt-Informationen gehandelt. Vielmehr sind es Konjunkturdaten aus den USA. Die trüben Aussichten für den Euro lassen die Gefahr weiter steigender Heizölpreise im Raum bestehen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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