Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Sie bewegen sich wieder

Die einen feierten Columbus die anderen die Banken. New York und London machten gestern Ferien. Es wurde nicht gehandelt. Am Weltmarkt bleiben die Preise daher unverändert. Der kleine Preisrückgang beim heimischen Heizöl geht ausschließlich auf das Konto der Dollarbewegung.

Heute kommt wieder Leben in die Preise. Viel aufzuarbeiten gibt es allerdings nicht, da die Nachrichtenlage dünn ist. Fundamental herrscht nach wie vor ein labiles Gleichgewicht. Den angeblich hohen Fördermengen stehen weiterhin dürftige Vorräte, die Befürchtung um eine zu knappe Benzinversorgung in den USA und eine unklare Lage im Irak gegenüber.

Nachdem die UNO-Resolution zum Ende des Öl-für-Lebensmittel-Programms beschlossen ist, kommen aus den USA Meldungen über den Aufbaufortschritt im Irak. Der staatliche Öl-Marketer Somo, der die Verkaufspreise für irakisches Öl festlegt, ist wieder eingesetzt. Er soll zunächst 8 Mio. Barrel Rohöl, die im türkischen Hafen Ceyhan lagern, verkaufen. Diesen Verkauf durch eine irakische Einrichtung zu organisieren, ist allerdings nur ein Scheinfortschritt. Die UNO war zu derartigen Geschäften für den Irak bestens in der Lage. Somo fehlt es am Nötigsten. Es gibt keine Telefonleitungen zu den Lagern, aus denen die Einrichtung Öl abverkaufen soll. Im Irak sind Plünderungen und die defekte Infrastruktur der Ölindustrie weiterhin ein großes Problem.

Charttechnisch zeigen die Ölpreise inzwischen einen leichten Hang zu steigen. Sie befinden sich derzeit an einer Grenze zwischen seitwärts und aufwärts.

Heute Morgen legt der Gasölpreis etwas zu. Mit 226$ pro Tonne steht er aber noch innerhalb der relevanten Handelsspanne vom Freitag.

Unsere Heizölpreise profitieren weiterhin vom fallenden Dollar. Zumindest kann dadurch der leichte Aufwärtsdrang auf der Weltbühne kompensiert werden. Wir waren der Meinung, dass eine kurzfristige deutliche Abwärtsbewegung drin sein müsste, wenn es auf dem Weltmarkt zu einem fälligen Preisrückgang kommt. Diese Möglichkeit sehen wir mehr und mehr schwinden, da sich die Weltmarktpreise als sehr stabil erweisen. So bleibt es bei unserer Empfehlung, auf dem aktuell sehr guten Niveau Heizöl zu kaufen.

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