Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Sie glauben daran

Das Manöver „Ölpreis rauf“ ist eigentlich schwierig. Es ist gleichwohl erfolgreich, bisher jedenfalls. Spekulanten schaffen es derzeit aus jeder Mücke einen Bullen zu machen. Der jüngste Spross entstammt dem neuen OPEC-Report. Die Verfasser steigern ihre Nachfrageprognosen für dieses und das kommende Jahr um 0,2 Prozent. Darin erkennen Börsianer eine optimistische Konjunktureinschätzung, die sie mit einem Preisanstieg goutieren. Ihre selektive Wahrnehmung blendet das tiefere Gesamtniveau der Wirtschaft, durch das die Nachfrage um über sechs Prozent gedrosselt wurde, aus. Überfüllte Tanklager werden auch nicht wahrgenommen. Stattdessen wird ein ungewöhnlich kalter Winter vorhergesagt. Die Argumente sind hohl. Der Preisanstieg ist es nicht. Er wird von Massen spekulativen Geldes befeuert. Solange die Mehrheit der Finanzjongleure an steigende Preise glaubt, steigen die Preise. Das Finanzsystem ist die Kirche. Das Geld ist der Glaube. Und der kann bekanntlich Welten bewegen. Die Gefahr, dass er einen Aufwärtstrend der Ölpreise hervorruft, steigt. Der Dollar gibt mit seinem Abwärtstrend schon mal eine steile Vorlage.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Kalter Winter vorhergesagt
Atomstreit mit dem Iran
Schwacher Dollar

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Schwache Nachfrage weltweit
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Überproduktion von Rohöl
Terminmarktaufsicht will Handelsbeschränkungen

Unsere Heizölpreise werden durch den Weltmarkt erneut in die Höhe gezogen. Der Gegenkurs des Dollars bringt nur wenig Entlastung. Die Gefahr eines Ausbruchs aus dem Seitwärtstrend wächst. Spekulanten sind guten Mutes, dass sie den Ausbruch schaffen werden. Es braucht einen ordentlichen Dämpfer, um ihnen den Mut zu nehmen. Der könnte von den Bestandsdaten kommen. Die werden in dieser Woche einen Tag später, also morgen veröffentlicht. Im Inland besteht weiterhin das Problem der überhöhten Heizölpreise in der südlichen Hälfte der Republik, die durch die pegelbedingten Transportprobleme auf den Wasserstraßen verursacht werden. Bleibt festzustellen, dass eine 3000 Liter Partie Heizöl im Landesdurchschnitt fast 30 Prozent günstiger ist als vor einem Jahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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