Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Sie pumpen wieder

Mit etwas Verspätung wegen des Feiertags am Montag kamen gestern die Meldungen über die US-Ölvorräte heraus. Große Überraschungen brachten sie nicht. Es ist allenfalls bemerkenswert, dass Rohöl nicht weiter zurückging, obwohl das Öl aus Venezuela nach wie vor fehlte. Beim Heizöl wird von einem deutlichen Rückgang berichtet (siehe Charts Lagerbestände), der etwas Preisauftrieb für das Produkt bringen könnte. In Summe beeindrucken die Daten die Märkte aber nur wenig.

Bewegter wurde die Nachricht aus Venezuela aufgenommen, dass 80% der Ölarbeiter der staatlichen Gesellschaft PsVSA an ihre Arbeit zurückkehren. Der Ölausstoß wächst nach Angaben der Gesellschaft stetig. Am Mittwoch betrugt die Produktion rund 24% des Normalwertes. Am Donnerstag war sie bereits auf 27% gestiegen. Zwar wurde die Meldung noch nicht von unabhängiger Seite bestätigt, dennoch verarbeiteten die Märkte sie unverzüglich. Der Preis für Rohöl gab um ca. 1$ nach.

Dem lief die Preisentwicklung des Heizöls teilweise entgegen. Eine Kaltfront in Teilen der USA mit Temperaturen bis zu ?40 Grad und die eingangs erwähnte Lagersituation ließen die Preise steigen. Am Ende aber wurde der Anstieg vom Preisrückgang beim Rohöl überlagert.

George Bush und sein Kriegsdrang wurden gestern nicht gehandelt. Die Märkte scheinen abzuwarten, wie sich der Disput zwischen der wachsenden Gruppe der erklärten Kriegsgegner und den Protagonisten eines Militärschlags entwickeln wird.

Heute Morgen geht es ruhig zu in Europa. Der Preis für Gasöl steigt leicht an. Er bleibt mit 263,25$ pro Tonne aber innerhalb der gestrigen Handelsspanne.

Unser Heizölpreis geht unverändert in den Tag. Trotz des potentiellen Preisauftriebs beim Gasöl sieht es für Verbraucher nicht schlecht aus. Preisdruck beim Rohöl, ein immer weiter fallender Dollar und eine geringe Inlandsnachfrage lassen rückläufige Preise weiterhin möglich erscheinen. Es sieht so aus, als bliebe lediglich der Irakkrieg als echte Gefahrenquelle für steigende Preise übrig. Die ist allerdings weiterhin stark.

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