Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Sie wollen den nächsten Schuss

Der Ölmarkt ist überversorgt. Das Angebot steigt stärker als die Nachfrage. Das soll auch in 2013 so bleiben. Die OPEC sucht einen neuen Generalsekretär und kann sich nicht einigen. Erste Zahlen zu den US-Ölbeständen deuten auf weiteren Bestandsaufbau und reduzierte Nachfrage hin. Die Konjunktur läuft mäßig. Zahlen und Prognosen dazu taugen nichts. Sie sind Lotterieergebnisse. US-Regierung und Opposition steuern weiterhin auf die Fiskalklippe zu, die das Land in eine schwere Rezession stürzen würde. Das alles führt nicht dazu, dass an den Börsen Unruhe und sinkende Kurse dominieren. Im Gegenteil, gestern legten Aktien und Ölnotierungen zu. Fatalistisches Vertrauen in die Notenbanken bestimmt die Lage. Finanzjunkies wollen den nächsten Schuss. Der Ruf richtet sich dieses Mal an die FED, die heute ihre letzte Offenmarktsitzung des Jahres abhält. Es wird erwartet, dass sie die Liquidität des Finanzmarkts abermals befeuert. Das dürfte dann die ersehnte oder befürchtete, je nach Standpunkt, Weihnachtsrallye freigeben.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Geldvermehrung durch Notenbanken, heute durch die FED
Tolle ZEW-Konjunkturzahlen
China wächst immer noch rasant
Iran will Atomwaffensperrvertrag kündigen
Explosive Lage im Nahen Osten
Geringe US-Heizölbestände

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Einigung zur US-Fiskalklippe nicht in Sicht
US-Ölförderung auf 14 Jahreshoch
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum und das, obwohl die Notierungen an den Ölbörsen anziehen. Gewinne beim Euro neutralisieren die Teuerungsvorgaben. Aktuell ist Aufwärtspotenzial zu spüren, das zumindest weitere Preisrückgänge behindert. Wahrscheinlich ist sogar, dass es zu anziehenden Heizölpreisen kommen wird. Angesichts der Marktlage sollte diese Phase mit dem Jahreswechsel beendet sein. Die Gefahr, dass die Preisbildung als Folge von Eingriffen der Notenbanken eine Bewegung nimmt, die konträr zum Realmarkt steht, sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Insofern macht es Sinn, jetzt Heizöl zu ordern. Motto: Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dieser Gewinn würde Sie dabei kräftig unterstützen.

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