Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Sogar Tagesthemen melden:

Die Ölpreise zeigen Leben aber wenig Effektivität. Sie enden nach turbulenter Talfahrt wieder einmal auf Vortagsniveau. Der gestrige Tagesverlauf zeigte damit ein aus der jüngeren Vergangenheit vertrautes Bild. Ein vollkommen unbedeutender Anstoß charttechnischen Ursprungs sorgte für eine Abwärtsbewegung, die umgehend viel Zuspruch fand. Das ließ die Rohölpreise fast einen Dollar einbrechen. Wiederum charttechnisch motiviert, denn fundamentale Nachrichten fehlen derzeit, drehte die Bewegung im späten Handel und annullierte die Tagesverluste. So lässt sich der Tag erneut mit dem Satz ?außer Spesen nichts gewesen? zusammenfassen.

Die Weltmarktpreise behalten den Seitwärtstrend bei. Es gibt leichte Anzeichen für eine Veränderung zu steigenden Preisen. In Europa profitieren wir weiterhin vom fallenden Dollar. Der beschert uns sehr günstige Heizölpreise. Das wurde gestern Abend sogar von den Tagesthemen festgestellt.

Leider arbeiteten die Redakteure der Tagesthemen-Sendung darüber hinaus die gerne wiederholten Fehler in den Beitrag ein. Heizöl ist im Sommer billiger als im Winter. An den Tankstellen wird der Preisrückgang für Ölprodukte auf Grund des Gewinnstrebens der Mineralölindustrie mit beginnendem Sommer nicht in vollem Umfang an die Verbraucher weitergegeben. Beide Sätze sind falsch.

In unseren Charts erkennt man, dass es keine signifikante Sommer-Winter-Abhängigkeit der Heizölpreise gibt. Die Preisbildung wird im Wesentlichen vom Weltmarkt für Öl und vom Dollarkurs beeinflusst. Beide unterliegen dem freien Spiel von Angebot und Nachfrage, von politischen Einflüssen und von Marktpsychologie. Krieg, Frieden, Terror, Hoffnungen, technische Entwicklungen und vieles mehr zeigen ihre Wirkung im Ölpreis. Sommer und Winter können darin als einer von sehr vielen anderen Einflüssen auch vorkommen. Aus diesem Grund behält ein auf günstigen Einkauf bedachter Verbraucher die Preisentwicklung während des ganzen Jahres im Blick. In 2002 konnte man beispielsweise im kältesten Monat, im Januar, am günstigsten Heizöl kaufen.

An den Tankstellen befinden sich die Kraftstoffpreise heute in der Tat nicht auf einem vergleichbar tiefen Niveau wir Heizöl. Es fehlen im Mittel 2-3 Cent. Dabei handelt es sich um exakt den Betrag, der durch die letzte Ökosteuerstufe zum 1. Januar 2003 den Kraftstoffen aufgeschlagen wurde. Der extrem starke Wettbewerb der Tankstellen untereinander ließe kaum nennenswerte Preisabweichungen nach oben zu. Im Raffineriegeschäft wird allerdings wieder recht gut verdient. Das betrifft aber alle Ölprodukte einschließlich des Heizöls. Weltweit knappe Raffineriekapazitäten sind hierfür ursächlich.

Heute Morgen legen die Gasölpreise wieder zu. Mit 225,50$ pro Tonne bleiben sie aber innerhalb der gestrigen Handelsspanne.

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Auf dem Niveau sind sie absolut kaufenswert. Alles deutet darauf hin, dass sie sich weiter seitwärts bewegen werden. Leichte Preisrückgänge mit wenig Sparpotential sind möglich.

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