Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Sozialisierung von Schulden beflügelt Finanzszene

Der Atomstreit mit dem Iran ist ein Garant für Probleme mit den Ölpreisen. Insofern ist die schwache Marktreaktion auf den gescheiterten Annäherungsversuch der Kontrahenten in der letzten Woche eine positive Überraschung. Bei genauer Betrachtung ist auch die erklärbar. Abgesehen vom totalen Chaos einer kriegerischen Maßnahme hat der Westen dem Iran wenig Gehaltvolles entgegenzustellen. Die praktizierte Finanz- und Ölsanktion erweist sich als stumpfes Schwert zur Durchsetzung politischer Ziele. Von den USA erteilte Ausnahmegenehmigungen an Staaten, die nicht ohne iranisches Öl auskommen können, macht sie löchrig. Die Tatsache, dass China sich nicht an die Sanktion hält, macht sie wirkungslos. Chinesische Ölimporte sind höher als die iranische Produktion. Teheran kann den Chinesen also notfalls das gesamte Öl andienen, preisreduziert versteht sich. Um China nicht als Werkbank zu verlieren, haben die USA nun auch China eine Ausnahmegenehmigung ausgestellt. Europa hält an den Sanktionen fest. Sie greifen ab Sonntag. Der Preis für europäisches Öl stieg stärker als für Öl anderer Provenienzen. Den Abwärtstrend der Ölpreise ficht das alles nicht an. Er ist intakt. Der kurze Anstieg sollte schon bald annulliert werden. Heute Nacht wurde der letzte Dollaranstieg annulliert. Die Nachricht, dass Europas Banken unter Schutz und Aufsicht der EZB gestellt werden, beflügelt den Euro und die Finanzszene. Ihre Wirtschaft hat das erreicht, was die „Märkte“ für die Gesellschaften gerne sehen wollen: Alle haften für die Schulden aller.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Union der europäischen Finanzwirtschaft
Streikbedingte Ausfälle in Norwegen
Irans Öllieferungen werden boykotiert
Kriegsgefahr zwischen Syrien und der Türkei
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
China importiert so viel Öl wie nie zuvor

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Konjunktursorgen weltweit
US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Produktion auf 14-Jahres-Hoch
OPEC produziert über Quote
Hohe Ölbestände weltweit
China importiert Öl aus dem Iran
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise fallen ein wenig. Sie sollten stärker nachgeben. Die Börsen gäben das her. Dem steht allerdings die ausgepresste Versorgungslage im Binnenmarkt entgegen. Heizöl ist nur noch für einen Preisaufschlag zu bekommen. Die Lage sollte sich in der nächsten Woche etwas entspannen, weil dann die Juli-Kontingente bereitstehen. Wenn die Nachfrage weiterhin hoch bleibt, werden die neuen Mengen allerdings nur geringen Einfluss haben. Spekulativ eingestellten Verbrauchern raten wir, dem Markt in den kommenden Wochen fern zu bleiben und stattdessen auf den Fortgang des globalen Ölpreisabgangs zu setzen. Der ist selbstverständlich nicht garantiert. Deshalb sind Nichtspieler unter den Verbrauchern besser beraten, sofort zu kaufen und die lange Wartezeit bis zur Lieferung zu akzeptieren. Der Peis wird beim Kauf fixiert. D.h., eine Preissteigerung kann bis zur Lieferung nicht eintreten. Gleiches gilt für einen Preisrückgang. Auch der kann, sollte er denn kommen, bei der Lieferung nicht realisiert werden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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