Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Spannungsfeld bleibt

Und schon wieder war es ein Tag mit einem plötzlichen kräftigen Ausschlag des Preisanzeigers. Gestern war eine Meldung schuld, nach dem die USA bereits Spezialtruppen in den Irak geschleust hätten. Alles nur ein Gerücht konterte die Regierung und holte die steigenden Preise wieder auf den Teppich zurück. Aber der Handelsverlauf der beiden letzten Tage macht deutlich, dass die Unsicherheit und Nervosität groß ist.

Das Spannungsfeld von unterschiedlichen Einflüssen gibt hierfür Nährstoff. Die Tatsache, dass die Ölbestände in den USA gegen die Erwartungen gesunken sind (siehe Charts "Lagerbestände"), schafft Preisauftrieb. Gleiches gilt für die Wettervorhersage, die von fallenden Temperaturen spricht. Dem entgegen steht die Haltung einiger russischer Ölgesellschaften, die in den gut bedienten Markt noch mehr Öl pumpen wollen. Um dieser Situation die Spitze zu nehmen, werden OPEC-Offizielle mit Kollegen aus Russland zusammen kommen. Ein für den 11. März angesetztes Treffen ist auf den 3./4. März vorgezogen worden.

In Summe bleibt die Lage unverändert. Die Preise sollten auf Grund des hohen Ölaufkommens sinken, sie tun es aber nicht. Der Markt macht das, was gute Börsianer von ihm erwarten, nämlich das Gegenteil. Die breite Masse setzt auf fallende Preise und der Markt lässt sie steigen. Nun ist die Realität nicht ganz so dramatisch. Man kann die aktuelle Bewegung auch als seitwärts gerichtet interpretieren.

Unsere Heizölpreise machen die deutlichen Ausschläge der Terminmärkte gar nicht erst mit. Sie mitteln den Verlauf aus. Damit kommt es zu eher geringen Veränderungen. Das wird vermutlich auch bis in das Wochenende so bleiben. Die einzig echte Gefahr für einen kräftigen Preisanstieg geht kurzfristig von der Haltung der USA zu Irak aus.

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