Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Spekulanten bringen sich in Stellung

Gestern herrschte an der Preisfront Ruhe. Wesentlich hierfür war das Erreichen der 100-Dollar-Marke für Rohöl. Allem Anschein nach teilen sich die Spieler bei diesem Etappenziel in zwei Lager. Notorische Bullen wollen die Preise noch weiter oben sehen. Spekulanten mit Bezug zu den Fundamentaldaten positionieren sich nun bärisch. Beide Lager füttern ihre Handelscomputer mit Start- und Stoppmarken. Die nächste Preisschlacht wird vorbereitet. Immerhin kann sie auch einen Fall bringen. Die Thematik macht deutlich, dass die Preisbildung derzeit nichts mit dem zu tun hat, was man sich landläufig unter den Preismechanismen eines Warenmarkts vorstellt. Der Dollar bewegte sich gestern stark und änderte sich am Ende wenig, nachdem die US-Notenbank weitere Zinssenkungen in Aussicht stellte.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Rezession soll es laut FED nicht geben
Raffinerieprobleme in den USA
Lukoil stoppt Öllieferungen nach Deutschland
Starker Produktionsausfall in Nigeria
Kaltwetterprognose für die USA
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Atomstreit mit dem Iran
Charttechnik: Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrage wird in 2008 sinken
Venezuela wird USA weiterhin beliefern
US-Konjunktur wankt
US-Bestände steigen
US-Regierung will Ölkonsum senken
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf

Unsere Heizölpreise halten inne. Der letzte Preissprung wird verdaut. Ruhe als dauerhafter Zustand der Preisbildung wird kaum eintreten. Die Chancen für Steigen und Fallen der Preise stehen momentan 50/50. Als Preisspanne in jede Richtung sehen wir kurz- bis mittelfristig 5 Cent pro Liter bei 3000 Liter Liefermenge. Diese Menge war in der Vergangenheit Standard. Inzwischen tendiert eine durchschnittliche Bestellung gegen 2000 Liter.

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