Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Spekulanten in der Zwickmühle

Nach dem Wunsch der Finanzszene sollen die Ölpreise steigen. Die Bruttoinlandsprodukte (BIP) sollen ebenfalls steigen. Demzufolge müssten die Aktienkurse auch steigen. Für Dollar- und Euronotierungen gibt es keine Präferenz. Die sollen machen, was sie wollen. So wäre es schön, für die Finanzszene und für ein paar Ölländer. Für den Rest der Welt, wir beziffern ihn mal locker mit 90 Prozent, wäre das gar nicht schön. Die Inflation würde schneller steigen und die kaufkraftbezogenen Einkommen würden weiter sinken. Eine Garantie für Wohlstand sind steigende BIP längst nicht mehr. Besser wäre es also, wenn es nicht so käme. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist tatsächlich gering. Steigende Ölnotierungen bremsen früher oder später die Aufwärtsentwicklung von BIP und Aktienmärkten. Dieser Tatsache ist sich die Finanzszene bewusst. Nun weiß sie nicht, was sie in ihrem Sturm und Drang machen soll. Den rasanten Ölpreisanstieg vom Mittwoch legte sie erstmal auf Eis. Dabei halfen erneut schlechte US-Konjunkturdaten. Weil viele Händler in New York und London am Montag feiertagsbedingte Ferien machen, könnte sich die abwartende Haltung mindestens bis Dienstagmorgen fortsetzen. Für den Rest der Welt ist das Szenario Ölpreis rauf, BIP runter natürlich auch Mist. Gut wäre nur Ölpreis runter, BIP rauf. Das gibt es aber nicht, weil auf der Erde nicht genug Öl existiert. Man kann es wenden und drehen, wie man will, unsere Gewohnheiten und Lebensmodelle scheinen ihren Zenit überschritten zu haben. Wir brauchen andere.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Finanzmagier sehen höhere Ölpreise
In den USA sind ein paar Raffinerien ausgefallen
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
OPEC wird Liefermengen nicht steigern

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft nicht rund
USA brauchen weniger Benzin
Reduzierte Wachstumsprognosen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise verharren auf leicht erhöhtem Niveau. Der Anstieg vom Mittwoch wurde nicht fortgesetzt. Dieser Umstand spiegelt die Vorgänge an den Ölbörsen wider. Derzeit befinden sich die Heizölpreise rund vier Prozent über dem jüngsten Tief und sieben Prozent unter dem letzten Hoch. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Preise erneut dem Hoch entgegenstreben und es übertreffen werden, ist in den letzten Tagen gestiegen. Ein erneuter Rückschlag der Preise ist noch vorstellbar. Wirklich Greifbares gibt es dafür momentan aber nicht. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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