Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Spekulanten wetten auf deutschen Heizölbedarf

Der Preisanstieg der Ölprodukte hat eine Eigendynamik entwickelt. Die zuletzt zelebrierte Kopplung mit freundlichen Konjunkturzahlen ist aufgehoben. Nun steigen die Ölpreise nicht wegen sondern trotz der Wirtschaftsdaten. Für die USA sehen einige Werte gar nicht mehr freundlich aus. Die Finanzszene spekuliert hauptsächlich auf steigende Diesel- und Heizölnachfrage europäischer Verbraucher. Sie wird unter anderem aus den USA bedient, weil Europa bei diesen Produkten short ist. D.h., die Eigenproduktion ist deutlich geringer als der Bedarf. Die anhaltende Migration von Benzin- zu Dieselfahrzeugen und die Unterdeckung deutscher Heizöltanks ist zwar ein Fakt. Dass die USA ihr Überangebot an Diesel- und Heizöl hierdurch beseitigen können, darf indes bezweifelt werden. Dessen ungeachtet gelang es Finanzjongleuren, Gasöl und Heizöl als Preistreiber zu etablieren. Die Produkte legten binnen drei Wochen um 13 Prozent zu. Die Rohölteuerung war geringer. Die Anti-Euro-Spekulation verliert deutlich an Kraft. Der Dollar verliert damit an Wert.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Eurokrise verlässt die Schlagzeilen
Chinas Nachfrage steigt drastisch
Weltweite Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl

Unsere Heizölpreise ziehen kräftig an. Sie werden von den Gasölpreisen getrieben. Der Dollarrückgang ist demgegenüber gering, so dass daraus kaum Bremswirkung eingebracht wird. Insgesamt liegt erhebliches Potenzial sowohl für die Ölteuerung als auch für die Dollarverbilligung in der Luft. Beide Einflussfaktoren können die Heizölpreise auf- und abtreiben. In Summe spricht das für eine Seitwärtsbewegung. Für einen erhofften Preiseinbruch gibt es derzeit keine Hinweise. Was nicht heißt, dass er nicht plötzlich stattfinden kann. Die Börse bestimmt die Preise und die Börse ist nicht rational. Die allgemeine Stimmungslage ist hochsensibel. Ein Knall ist immer möglich. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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