Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Spekulanten zeigen Nerven

Nun ist sie gekippt die Stimmung an den „Märkten“. Wo gestern noch Sektlaune herrschte, schmeckt heute selbst das Wasser schal. Eine ganze Reihe neuer Eindrücke sorgt für ein Ende der Börsenparty. Dazu gehören die nicht endende Schuldengeschichte der Griechen, die sich eintrübende Wirtschaftsleistung der Europäer insgesamt, das abgebremste Wirtschaftswachstum der Chinesen. Diese Umstände sorgen für ein Umschichten der Positionen auf den Aktien- und Devisenmärkten zugunsten des Dollars. Er ist mal wieder der vermeintlich sichere Hafen für unsicheres Geld. Im Ölhandel kommen so einflussreiche Ereignisse wie die Aussicht auf Wiederaufnahme der Atomgespräche zwischen dem Iran und den ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats plus Deutschland, die Bereitschaft Atominspektionen in einer verdächtigen Militäranlage des Irans zuzulassen, die Beruhigung der IEA, dass ein Totalausfall iranischen Öls derzeit verkraftbar sei, die Steigerung der Ölförderung im Irak auf ein 30-Jahreshoch und ein Plan des Südsudan zur Wiedererlangung der Exportfähigkeit hinzu. Soviel Beruhigendes beunruhigt den Finanzjongleur schwer. Gestern hatte das eine Fluchtbewegung aus Öltiteln zur Konsequenz.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: EZB flutet Banken erneut mit Geld
Kriegsrasseln in der Iranaffäre
Ausfälle von Lieferungen aus Südsudan, Jemen
Ausfall der Kanada-USA-Pipeline
Asiatische Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schuldenschnitt für Griechenland droht zu kippen
EU-Wirtschaft zeigt Schwäche
Chinas Wirtschaftswachstum sinkt
Iran signalisiert Gesprächsbereitschaft
Freigabe der IEA-Reserven derzeit nicht erforderlich
Irak fördert Öl auf 30-Jahreshoch
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise profitieren von dem recht ordentlichen Rückgang der Ölnotierungen nicht. Der Dollaranstieg annulliert den Effekt. Das Wort „ordentlich“ gilt allerdings eher für die Rohölnotierungen als für Gas Oil und Heating Oil. Letztere stellen die eigentliche Verrechnungsgrundlage für unser Heizöl dar. Diese Notierungen sanken gestern kaum einen Prozent, während Rohöl um zwei Prozent nachgab. Mit der Rückkehr der Unsicherheit an den „Märkten“ wird die Entwicklung der Heizölpreise in eine Seitwärtsbewegung übergehen. Es bleibt die Spekulation, ob das Griechenland-Chaos schlussendlich doch noch einen Lehman-Effekt mit rasant sinkenden Ölpreisen bewirken kann. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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