Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Spuk vorbei

Genau 24 Stunden hat der Karneval der übertriebenen Preise gedauert. Dann kamen die Marktteilnehmer zurück auf den Boden der Realität. Ausgelöst wurde die Übertreibung durch die Meldung, dass die USA eine Ölbestellung zur Aufstockung der strategischen Reserven aufgaben.

Der erste kleine Dämpfer kam, als sich herausstellte, dass die georderte Menge von 18,6 Mio. Barrel über ein Jahr zur Lieferung ansteht. Das endgültige Aus für den Höhenflug kam dann mit der Vorahnung über die Entwicklung der US-Bestände. API gibt die Daten zwar erst nach Handelsschluss bekannt. Daher kann der Markt eigentlich erst am nächsten Tag reagieren. Aber offensichtlich wusste man bereits, dass die Vorräte wieder kräftig zugelegt haben.

Rohöl verzeichnet ein Plus von 4,7 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht nun 9,4% über dem Vorjahreswert.

Heizöl und Diesel gewinnen 0,6 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen 23,8% höher als im Vorjahr.

Benzin gewinnt 1,7 Mio. Barrel und steht bei Plus 6,9% zum Vorjahr.

Diese Daten, die milden Temperaturen, die über den Quoten fördernden OPEC-Staaten, die steigerungslustigen Russen und die lahme Konjunktur sind ein Gemisch, das keinen Preis oben halten kann. Und so kam, was kommen musste. Der Preis fällt wieder. Die Hoffnung liegt nahe, dass er das nun für ein paar Tage macht bzw. um ein Stück, das ihn in die Gegend der alten Januartiefs zurückführt.

Unser Heizöl hat den großen Preisausschlag des Weltmarktes nur teilweise mitgemacht. Es ist heute Morgen bereits wieder billiger. Zum Kauf ist der Preis in Ordnung. Wer ein Geschäft zum optimalen Zeitpunkt anstrebt, könnte noch abwarten und auf einen weiter fallenden Preis spekulieren. Falls Fahrt ins Spiel käme, könnte das allerdings eine Sache von Stunden werden. Man müsste die Bewegung in dem Fall laufend beobachten.

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